Wie sind die WM-Lostöpfe zusammengestellt?

Raus aus Europa

Ab in den Topf! Die Fifa hat bekanntgegeben, welche Mannschaften bei der Gruppenauslosung für die WM 2014 in Brasilien in welchen Topf kommen. Die Zusammenstellung der Töpfe sorgt aber auch für Kritik.

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Am Freitag lädt der Fußball-Weltverband Fifa zum großen Topfschlagen nach Costa do Sauipe, den Ferienort der Schönen und Reichen Brasiliens. Die halbe Welt wird via Television die Auslosung für die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer verfolgen. Vorher aber wird es, wie zuweilen auch beim Topfschlagen der Kleinen, noch allerlei Ärger geben. Nur mit wem, das steht noch nicht fest. Denn um eine Antwort auf  die spannendste Frage hat sich die Fifa erst einmal gedrückt.

Das Los soll am Freitag entscheiden, welche der neun europäischen Mannschaften hinüber wandert in den Topf zu den fünf Afrikanern und den zwei ungesetzten Südamerikanern.

Italien, Portugal oder Frankreich – es kann auch eine große Nation treffen. Und die wird feste draufschlagen auf die Fifa und ihre Töpfe.

Acht gesetzte Mannschaften

Es geht in diesem Disput um die Art und Weise, wie die 32 WM-Teilnehmer auf acht Vorrundengruppen verteilt werden. Am Dienstag mochte die Fifa nur längst bekannte Rahmenbedingungen verkündigen: Im ersten Topf befinden sich die acht gesetzten Mannschaften, unter ihnen die deutsche. An den weiteren Töpfen kleben die Etikette »Europa«, »Asien/Nord- und Mittelamerika« – und eben »Afrika/Südamerika/Europa«, aber hier bleibt die genaue Zusammensetzung bis zum Freitag offen. Das ist ein diplomatischer Erfolg für die Franzosen, die befürchtet hatten, wegen ihrer schlechten Platzierung in der Weltrangliste automatisch aus dem europäischen Topf ausgeschlossen zu werden.

Weil qua Reglement höchstens zwei europäische Mannschaften und nur je eine aus den restlichen Konföderationen in eine Gruppe gelost werden dürfen, könnte das bei der Auslosung am Freitag denkbar knifflige Konstellationen zeitigen. Etwa eine Vorrundengruppe mit Brasilien, Italien, Portugal und den USA. Oder mit Argentinien, der Niederlande, Frankreich und Mexiko. Als Kontrast dazu ist auch eine Gruppe mit den Leichtgewichten Schweiz, Griechenland, Honduras und Algerien möglich.

»Wir nehmen es, wie es kommt«

Für die Deutschen hat sich nicht viel geändert. Ihr Trainer Joachim Löw hatte vorher schon darauf hingewiesen, es könne kaum schlimmer kommen als bei der EM 2012. Damals war ihnen prominente Gegnerschaft aus den Niederlanden, Portugal und Dänemark zugelost worden. In Costa do Sauipe wird jede der acht Gruppen mit je einem Los aus allen vier Töpfen bestückt.

In Kombination mit dem regionalen Beschränkungen bedeutet das: Im schwersten Fall könnte Deutschland die USA, Italien, und die Elfenbeinküste erwischen. Vielleicht wird es aber auch eine kommode Gruppe mit Griechenland, Honduras und Algerien. Egal, sagt Joachim Löw, »wir nehmen es, wie es kommt«.

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