Wie Manchester United gegen Arsenal gewann

Nachricht vom Ex

Das erwartete Spektakel blieb aus: Manchester United besiegt Arsenal mit 1:0. Die 11Freunde-Taktikanalyse sucht die Gründe, warum beiden Teams wenig gelang.

imago

Manchester United gegen den FC Arsenal – besser kann es kaum werden, denkt man sich als Fußballfan. In den vergangenen Jahrzehnten lieferten sich beide Teams dramatische Duelle mit vielen Toren und Torraumszenen. Ihr Duell am gestrigen Sonntag dürften die meisten Fans jedoch spätestens übermorgen wieder vergessen haben. Das Spiel war symptomatisch für die Schwächen beider Teams.

United ohne zündende Idee

Auf Seiten von United zeigte sich gerade vor dem Führungstor, dass Ferguson-Nachfolger David Moyes offensiv noch keine klare Linie einführen konnte. Ihr 4-4-2 interpretierten die Red Devils recht altbacken ohne Positionswechsel. Gerade Antonio Valencia hielt auf Rechtsaußen stets die Position. Die Sechser agierten ebenfalls konservativ, sodass im Zentrum eine große Lücke zwischen ihnen und den Stürmern klaffte.

United blieb meist nur der Pass auf die Flügelstürmer. Stur verlagerten sie das Spiel von der einen auf die andere Seite, bis einer der Außenspieler genug Raum hatten, um einen Ball in den Sechzehner zu flanken. Schnelle Rhythmuswechsel oder Überzahlangriffe durchs Zentrum? Fehlanzeige. Hierfür fehlt ein kreativer Spieler im Zentrum, der solche Angriffe einleiten kann. Seit dem Karriereende von Paul Scholes konnte kein Spieler die Lücke füllen; auch nicht Carrick, der zwar 84 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler brachte, jedoch nicht einen einzigen Torschuss einleitete oder abgab.



Arsenal reichte es, den eigenen Sechzehner zu sichern. Dies gelang mit den kopfballstarken Innenverteidigern. Diese doppelten den Gegner nicht auf dem Flügel, sondern zogen sich früh in den eigenen Strafraum zurück. Dort deckten sie Robin van Persie und Wayne Rooney und nahmen die beiden damit aus dem Spiel. Ohne die Offensivkraft der Superstars fehlt United jegliche Durchschlagkraft. Rooney und van Persie waren an 14 der 18 Saisontore United beteiligt. Dahinter fehlt United die Torgefahr. Es war kein Zufall, dass Rooney und van Persie beide am Führungstreffer beteiligt waren – und es war auch kein Zufall, dass dieser nach einer Ecke fiel (27.). Aus dem Spiel lief nicht viel.

Zu Manchester Uniteds Ehre sei gesagt, dass sie vor der Pause zumindest eine Torchance hatten. Arsenal hatte keine einzige. In der ersten halben Stunde konzentrierten die Gunners sich ganz auf ihre Defensive. Die Außenspieler hielten sich allesamt zurück. Von ihrem schnellen Ein-Kontakt-Spiel war wenig zu sehen, im Gegenteil: Überraschend oft setzten die Innenverteidiger auf lange Bälle, auch wenn United nicht intensiv presste. Uniteds Innenverteidiger gewannen jedoch die Kopfballduelle.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nichts akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!