Wie man FIFA-Pressekonferenzen kurzfristig absagt

Mehr Rohkost, Sepp

Gegner von FIFA-Boss Sepp Blatter kündigten eine Enthüllungs-Pressekonferenz an, die Geschichte schreiben sollte. Doch dann wurde die Versammlung kurzfristig abgesagt. 11FREUNDE kennt fünf weitere gute Wege, unangenehme PKs zu verhindern. Wie man FIFA-Pressekonferenzen kurzfristig absagt

Es wurde als »FIFA-Tsunami« angekündigt und wurde nicht einmal eine seichte Brise:Die groß angekündigte Pressekonferenz von Gegnern des FIFA-Bosses Sepp Blatter wurde wenige Minuten vor Beginn abgesagt. Angeblich hatte das Züricher Nobelhotel The Dolder Grand, in dem die Veranstaltung stattfinden sollte, kurzfristig die Bereitstellung eines Saales verweigert. Pikant: Das Hotel liegt nur 1,5 Kilometer vom FIFA-Hauptquartier entfernt, der Verband gilt als guter Kunde. 


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Dabei wollte ein bisher unbekannter ehemaliger FIFA-Offizieller richtig auspacken, die Namen von FIFA-Exekutivmitgliedern nennen, die beschuldigt werden, für die umstrittene Vergabe der WM 2022 an Katar Bestechungsgeld kassiert zu haben. Zudem sollten Dokumente und Bankkonten veröffentlicht werden, die die fragwürdigen Geldflüsse beweisen. Daraus wurde leider nichts und man wird das Gefühl nicht los, dass die FIFA wieder einmal seine Finger im Spiel hatte. Dabei hätten es Blatter und Co. doch viel einfacher haben können: 11FREUNDE kennt fünf wesentlich galantere Gründe, eine pikante Pressekonferenz kurzfristig zu verhindern:


1. Rohkost
Drei Tag vor der Pressekonferenz sind großzügige Rohkostlieferungen aus Spanien zu ordern. Das ungewaschene Grünzeug wird dann variantenreich in den entsprechenden Journalisten-Hotels serviert: Gurkensalat, gefüllte Tomaten (Iberische Art), Rohkoststicks, alles, was das Vegetarierherz begehrt. Zum Nachtisch gibt es lediglich ein paar Kotztüten und schwupps, ist das lästige Journalistenvolk einige Tage mit anderen Dingen beschäftigt, als in fremden Dreck zu wühlen.

2.  Weinprobe
Journalisten sind maßlose Säufer – alle, ausnahmslos, durch die Bank. Was gäbe es da Einfacheres als die gierige Horde zu einer ausgedehnten Weinprobe in ländliche Schweizer Regionen (mindestens 200 Kilometer von Zürich entfernt) zu locken. Für alle mitgereisten Connaisseure gibt es Wein bis zum Abwinken, für alle Anderen pures Frostschutzmittel. Übernachtungsmöglichkeiten inklusive. Selbstverständlich terminiert man dieses feuchtfröhliche Happening am Vorabend der anberaumten Pressekonferenz. Nur so kann garantiert werden, dass am nächsten Tag gähnende Leere im PK-Raum herrscht.

3. Städteausflug
Die Schweiz ist wunderschön, keine Frage. Doch dauerhaftes Bergegucken und die ständige Käsefondue-Folklore machen selbst den wohlgesinntesten Schreiberling irgendwann aggressiv. Deswegen lohnt sich zur Ablenkung eine Einladung zum Städteausflug ins benachbarte Ausland. Budapest etwa soll sich  ganz wunderbar zum Ausspannen eignen – besonders für Männergruppen ab 20 Personen. Infomaterial zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten lässt sich problemlos beim nächsten Versicherungsbüro einholen, Geheimtipps für das Abendprogramm inklusive.

4. Störfeuer
Nur was für echte Medienfüchse. Um vom eigenen skandalträchtigen Schlamassel abzulenken, muss man einfach an anderer Stelle ein mediales Feuer entzünden. Dann wandert die leichenfleddernde Meute schon weiter. Also, welchen Nachbarstaat kann man in die Pleite stürzen? Welchen Gagatransfer von Manchester City (Ablöse mindesten 300 Millionen Euro) kann man mit kleineren Spenden beschleunigen? Da muss es doch etwas geben!

5.  Tiger
Wenn gar nichts mehr hilft, wenn die reißerische Journaille bereits zähnefletschend vor den PK-Räumen wartet, dann kann nur noch ein Mann helfen: Stefan Effenberg. Der sympathischen Blondschopf wird jede Revolution grandios zum Scheitern bringen. Im Handstreich übernimmt der geborene Leitwolf die Führung der willfährigen Journalistenschar und schafft es mit ein paar flotten Sprüchen aus dem Phrasenbaukasten garantiert, den Revoluzzern von Funk und Fernsehen innerhalb von Sekunden die Lust am Umsturz zu nehmen. Viel Glück!

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