Wie entstand eigentlich die HSV-Raute?

Dittsche: »Große Zielscheiben am Kai«

Dittsche ist HSV-Fan seit seiner Geburt. Für 11FREUNDE »Das waren die Sechziger« (jetzt im Handel) unterhielten wir uns mit ihm über Charly Dörfels Akrobatik, Uwe Seelers Vereinstreue und den Ursprung der HSV-Raute. Wie entstand eigentlich die HSV-Raute?Archiv

Hamburg hat den Fußball in der Genetik verankert. Das war schon so, als das hier alles noch Weideland war, die Stadt Hammaburg hieß und der Hafen gerade erst gebaut wurde. Da kamen zwar schon die ersten Hansekoggen mit Ware die Elbe ’runter, aber es gab in der Speicherstadt noch keine Kräne, um die Ladung zu löschen. Die wurden ja erst viel später erfunden.

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Also haben die Matrosen einfach mit ihren Füßen die Säcke aus dem Laderaum über die Reling an Land geschossen. Um den richtigen Speicher zu treffen, wurden am Kai große Zielscheiben aufgebaut. Wie man das heute vom Dart kennt, nur nicht runde Ringe, sondern viereckige: außen weiß, dann schwarz, in der Mitte ein weißer Punkt, Volltreffer. So entstand die HSV-Raute.

Charly Dörfel über Seeler und Soul >>

Die besten Schützen bekamen auf ihre weißen Matrosenkittel diese Raute als Abzeichen aufgemalert. Die Säcke mit Ladung nannte man damals übrigens schon Ballen. Im Lauf der Jahrhunderte wurde hinten erst das »n«, dann das »e« weggelassen, bis nur noch »Ball« übrig war.

In den Ballen war oft auch roter Pfeffer, damals das Gold des Trawlers. Und wenn mal ein Sack beim an-Land-Kicken undicht wurde, rieselte das rote Pulver auf die Kleidung. So entstanden die Rothosen.

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