18.06.2012

Wie Deutschland defensive Dänen besiegte

Gewagt, gewonnen

Gegen die Dänen tun sich die Deutschen unerwartet schwer – erst das späte Tor von Lars Bender erlöst die Mannschaft, die nun im Viertelfinale auf die Griechen trifft.

Text:
Stefan Hermanns
Bild:
Imago

Beim Einlaufen von Fußballmannschaften auf den Rasen gibt es zwei begehrte Positionen. Die Erste, sie ist dem Mannschaftskapitän vorbehalten, und die Position am Ende der Kette. Dort laufen stets besondere Fußballer ein. Solche, die einen ganz speziellen Wert besitzen. Bei den Deutschen besetzt sie seit einer kleinen Ewigkeit Lukas Podolski. Gestern lief er in Lemberg zum 100. Mal für Deutschland auf. Der 27 Jahre alte Kölner schoss zwar Deutschland auch in Führung, doch das Siegtor zum 2:1 (1:1) über die starken Dänen schoss Lars Bender, in seinem erst neunten Einsatz für Deutschland. Für die deutsche Mannschaft war es seit dem WM-Halbfinale 2010 der 15. Sieg im 15. Pflichtspiel und es ist das erste Mal überhaupt, dass Deutschland bei einer EM-Endrunde drei Siege in der Vorrunde gelungen sind. Damit erreicht die Mannschaft als Erster der Gruppe B das Viertelfinale, wo sie am Freitag in Danzig auf den Zweiten der Gruppe A, Griechenland, trifft.

Die rund 15 000 deutschen Fans hatten gleich zu Beginn des Spiels den Jubel auf den Lippen. Doch sowohl in der zweiten als auch in der sechsten Minute scheiterte Thomas Müller denkbar knapp. Beim ersten Mal war der Münchner nach einer Flanke von Sami Khedira in Position gekommen, beim zweiten Mal war er von Podolski bedient worden, beide Male aber war Dänemarks Torwart auf der Hut. Das Spiel schien seinen Lauf zu nehmen, vor allem als Podolski nach einem Querpass vom emsigen Müller und einem leichten Hackenkick von Mario Gomez nach knapp 20 Minuten mit einem strammen Rechtsschuss die Führung erzielte. Es war sein 44. Tor für Deutschland. Doch es dauerte nur fünf Minuten, da glichen die Dänen, die schon Holland bezwungen hatten, aus. Nach einer Ecke auf den hoch gewachsenen Nicklas Bendtner, der den Ball zurück ins Zentrum köpfte, kam Michael Krohn-Dehli seinerseits ungehindert zum Kopfball, Torwart Manuel Neuer war ohne Chance.

Kein Kombinationsfußball

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