Wie der FC Bayern Real Madrid schlagen könnte

Peps Plan A Plus

Beim Duell zwischen Bayern München und Real Madrid geht es für den Rekordmeister der Bundesliga nicht nur um den Einzug ins Champions-League-Finale, auch die Philosophie von Trainer Pep Guardiola steht auf dem Prüfstand. DIe Frage ist: Wie wird der Spanier seinen Plan A anpassen, damit sein Team gegen die konterstarken Madrilenen gewinnen kann?

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Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League hat der FC Bayern München einiges aufzuholen. Nicht nur, dass das Hinspiel mit 0:1 verloren ging, Trainer Pep Guardiola sah sich im Anschluss an den Auftritt seiner Mannen im Bernabeu auch teils derber Kritik ausgesetzt. Zu unflexibel sei ihre Offensive, zu dogmatisch sei Guardiola auf seinen geliebten Ballbesitzfußball festgelegt, so die negativen Stimmen.

Plan A Plus

Doch egal, wie laut die Kritik am spanischen Trainer auch sein mag, Fakt ist: Pep Guardiola wird nicht von seinem Ballbesitzmantra abweichen. Und diese Haltung ist nicht nur mit seinen persönlichen Vorlieben zu begründen. Denn selbst wenn die Handlung des Nicolas-Cage-Klassikers »Im Körper des Feindes« Wirklichkeit werden würde und Josè Mourinho vor dem Spiel Besitz von Guardiolas Körper ergreifen würden, hätten die Bayern trotzdem am Ende des Abends ein Ballbesitzplus auf ihrem Konto stehen.

Das liegt vor allem an der Ausgangssituation der Partie: Real wird auf seine größte Stärke vertrauen und auf Konter lauern. Die Bayern wären also im Gegenzug schlecht beraten, sich auf ein offenes Spiel mit den Madrilenen einlassen. Denn bei nur einem Gegentor müssten die Bayern selbst mindestens drei Treffer erzielen. Guardiola wird also keinen völlig neuen Plan B auspacken, sondern eher versuchen, seinen Plan A zu modifizieren. Sein Erkenntnisgewinn aus dem Hinspiel war, dass sein ursprüngliches Spielkonzept in seiner reinsten Form nicht perfekt funktioniert hat.

Die Probleme des Hinspiels

Vergangenen Mittwoch konnten die Bayern ihren hohen Ballbesitzanteil nicht in echte Torgelegenheiten umwandeln. Ihr Spiel war dabei äußerst flügellastig. Arjen Robben und Franck Ribery zogen das Spiel konsequent in die Breite und suchten ihrerseits nur selten den Weg in die Mitte. Auch das Dreiermittelfeld aus Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos besetzte das offensive Zentrum nur spärlich. So blieb den Bayern zwangsläufig allein der Weg über die Flügel, um Strafraumstürmer Mario Mandzukic mit Hereingaben zu füttern.

Durch die tiefe Positionierung der Mittelfeldspieler erhielten die Münchener im Gegenpressing Zugriff auf Reals Schaltzentrale um Luka Modric und Xabi Alonso. Das wiederum führte dazu, dass Real im gesamten Spiel nur drei große Konterchancen hatte, was gegen Cristiano Ronaldo und Angel di Maria ein absoluter Spitzenwert ist! Dass ausgerecht einer dieser Konter zum einzigen Tor führte, war unglücklick. Andererseits wirkte sich die tiefe Positionierung der Mittelfeldspieler auch hemmend aus, im Verlauf der Partie wurde sie zur Hypothek für das bayrische Offensivspiel.

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