Wie der BVB Real Madrid schlagen könnte

Eine Frage der Zentrale

Götzes Transfer war gestern, das Champions-League-Halbfinale ist heute. Kann Borussia Dortmund den Coup aus der Gruppenphase wiederholen und Real Madrid besiegen? Hier ist unsere Taktikvorschau zum Spiel.

Ist Deutschland auf dem Weg zur europäischen Fußball-Großmacht? Nach dem beeindruckenden 4:0-Sieg des FC Bayern über Barcelona möchte nun auch Borussia Dortmund den ersten Schritt Richtung Champions-League-Finale machen. Die Chancen stehen nicht schlecht: Dass Jürgen Klopp gegen Real Madrid die richtige Taktik finden kann, bewies er bereits in beiden Duellen der Gruppenphase.

Xabi Alonso, das Gehirn von Real Madrid

Der Schlüssel beim 2:1-Heimspielsieg: Der BVB nahm Xabi Alonso und Cristiano Ronaldo aus dem Spiel. Clever, denn Alonso ist die Schaltzentrale von Real Madrid. Aus der Tiefe diktiert er das Spiel seines Teams. Mit langen, diagonalen Bällen auf die Flügelspieler oder vertikalen Pässen ins offensive Mittelfeld verbindet er die Mannschaftsteile der Königlichen.

In der Gruppenphase schaffte Borussia Dortmund es, den Spielaufbau fast komplett von Alonso fernzuhalten. Vor allem Mario Götze verrichtete hierbei viel Arbeit gegen den spanischen Nationalspieler. Gleichzeitig ließ Dortmund den Innenverteidiger Pepe im Spielaufbau frei, denn der Portugiese ist nicht so passsicher wie seine Kollegen. Dortmund lenkte den Spielaufbau bewusst auf diese Schwachstelle und sammelte die Fehlpässe von Pepe locker ein.



José Mourinho hat überrachend bereits in der Pressekonferenz seine Startelf verraten und angekündigt, dass Pepe sicher spielen wird. Ob das jedoch die große Chance für den BVB ist, bleibt fraglich. Kaum vorzustellen, dass Real erneut in solch eine Pressingfalle des BVB tappen wird. So kann es ebenfalls gut passieren, dass Real vermehrt den Spielaufbau über die rechte Seite suchen wird. Hier sind mit Sergio Ramos und dem jungen Raphael Varane die passsicheren Aufbauspieler positioniert. Auch Xabi Alonso zog es in den vergangenen Spielen vermehrt auf die rechte Seite, nachdem er in den vergangenen Jahren zumeist halblinks im Mittelfeld spielte. In diesem Fall wird Jakub Blaszczykowskis Einsatz im Pressing gefragt sein.

Cristiano Ronaldos Defensivlethargie

Die zweite wichtige Frage wird sein, wie der BVB gegen Cristiano Ronaldo vorgehen wird. Der Superstar genießt alle Freiheiten im Spiel von Real. Er dribbelt und fintiert nach Belieben, schießt aus allen Lagen und arbeitet nur ungerne nach hinten mit.

Die erste Herausforderung ist es, ihn aus dem Offensivspiel zu nehmen. Dortmund dürfte hierbei auf das bekannte wie effektive Doppeln des Superstars zurückgreifen. Ronaldo wird sich hierbei mit Lukasz Piszczek und Ilkay Gündogan auseinandersetzen müssen. Beide sollten stets eng am Portugiesen sein, damit dieser nicht zu seinen brangefährlichen Fernschüssen ansetzen kann. In der Champions League schoss Ronaldo in zehn Spielen 70 Mal in Richtung des gegnerischen Tors. Auf Platz zwei dieser Statistik steht Zlatan Ibrahimovic – mit 43 Schüssen.

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