06.11.2012

Wie Cristiano Ronaldo sein Image aufpolieren kann

Mehr Haargel und Trickpässe!

Was ist nur mit Cristiano Ronaldo los? Der Hotshot des internationalen Fußballs hält sich neuerdings für unbeliebt und will einen Image-Berater engagieren. Die 11FREUNDE Spin-Doctors helfen dem Fast-Weltfußballer mit zehn Image-Tipps. Für umsonst.

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Imago

1. Haargel:
Jeder pickelige Teenager weiß: Es gibt kein »zu viel« bei Haargel. Daher sei Cristiano Ronaldo unbedingt geraten, ruhig ein wenig dicker aufzutragen. Ist kein Haargel zur Hand, haben althergebrachte Haushaltsmittel zur Fixierung der Tolle den gleichen Effekt: Bier, Butter, Backfett. Ohnehin sollte man nicht mit Extravaganzen sparen, was das Haupthaar angeht: Der Friseur darf gerne teuer sein, die Frisuren ebenfalls. Im Zweifel: blondierte Strähnchen. Das überrascht und kommt in jeder Fankurve gut an.

2. Trickpass:
Bruder Leichtfus Ronaldo macht in einem Spiel zwar schon mehr Übersteiger als bockspringende Schuljungen während der Leibeserziehung, aber auch hier gilt: Mehr ist mehr. Fans mögen keine geradlinigen Flankenläufe oder klares Zweikampfverhalten. Der Fast-Weltfußballer sollte stets versucht sein, die gegnerischen Spieler mit Hackentricks und Rabonas lächerlich zu machen. Ebenso sind klare Kurzpässe dringend zu vermeiden, es bieten sich alternativ No-look- und Trickpässe an, die man danach mit großer Geste zelebrieren sollte.

3. Schwalben:
Besonders glücklich machen die gegnerischen Fans Schwalben im Strafraum. Ein schmerzverzerrtes Gesicht und ein, zwei Bodenrollen nach der Flugeinlage können helfen, um beim Gästepublikum zu punkten. Besonders wichtig ist beim Freiflug im gegnerischen Sechzehner die perfekte Flugchoreografie. Deswegen sollte Ronaldo im Training die Bewegungsabläufe bis zur Internalisierung immer wieder repetieren: Einhaken, Abheben, Flugphase, Rollen, ans Schienbein fassen. Das Besuchen eines Schauspielkurses kann nicht schaden, um Mimik und Gestik den richtigen Schliff zu verpassen.

4. Brillianten:
Apropos richtiger Schliff: Ein brockenartiger Brilliant im Ohr kann nur helfen, um beim Publikum gut anzukommen. Je brockenartiger, desto besser. Ein funkelnder Hochkaräter lässt bekanntlich die Herzen aller Fußballfans höher schlagen. Nicht umsonst heißt es in tradiertem Liedgut: »Diamonds are a Footballfan´s best friend.« Oder so ähnlich.

5. Gockelhaftigkeit:
Ein Prise Arroganz kann das Image nur verfeinern. Für Freistöße kann man Cristiano deshalb nur dringend emfehlen, weiter fleißig Spagat zu üben und sich noch einmal »Spiel mir das Lied vom Tod« anzusehen. Eine todernste, arrogante Miene hilft, den Respekt der Fans einzuheimsen, bevor man das Leder in den zweiten Stock prügelt.

 
 
 
 
 
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