Werder-Nürnberg in der Spielanalyse

Gerechte Einflussteilung

Werder gegen Nürnberg, das klang nach ganz, ganz zäher Fußballkost. Am Ende wurde es ein Leckerbissen. Wie das passieren konnte, erklärt unsere Spielanalyse

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Werder begann sein Heimspiel im 4-2-3-1, in dem Aaron Hunt auf der Zehn alle Freiheiten genießen konnte. Die Nürnberger liefen ihrerseits im 4-1-4-1 auf, wobei das Mittelfeldzentrum ausschließlich von eher defensiv denkenden Spielern (Stark, Hasebe, Hlousek) besetzt wurde.

Werder isoliert Nürnbergs Flügel

Die offensivstarken Spieler beim Club kamen über die Außenbahnen: Timothy Chandler und Hiroshi Kiyotake auf rechts bekamen jedoch ebenso selten wie Marvin Plattenhardt und Alexander Esswein links Raum zur Entfaltung, was vor allem am cleveren Verschieben der Bremer lag. Werders einziger Angreifer Nils Petersen lief die Innenverteidiger dabei so konsequent an, dass die Nürnberger sich früh im Aufbau auf eine Spielfeldseite festlegen mussten. Werder schob im Verbund nun weit auf den Flügel und stellte dort Überzahl her. Dass der Club deswegen auf der jeweils gegenüberliegenden Seite Raum bekam, fiel nicht weiter ins Gewicht. DEr Grund: Die Nürnberger schafften es viel zu selten, das Spiel schnell genug zu verlagern, lediglich Hlousek streute vereinzelt Diagonalbälle ein.



Werder macht das in der Offensive wesentlich besser. Angetrieben vom offensivstarken Neuzugang Santiago Garcia, der sich gleich mehrere Male gegen den nicht gut zurückarbeitenden Kiyotake durchsetzte, kamen die Bremer gut über die Flügel und kamen von dort in die Halbräume. Die offensive Dreierreihe präsentierte sich dabei flexibel, Hunt, Ekici und Elia wechselten munter die Positionen und kombinierten auf engstem Raum. Vor allem Petersen zeigte abermals viele intelligente Laufwege, was ihn selbst zwar nicht oft in Tornähe brachte, den anderen Offensivspieler aber wertvolle Räume öffnete.

Passend zu diesen Offensivbemühungen fielen auch die ersten beiden Werder-Tore. Zuerst war es Garcia, der bei einem seiner zahlreichen Vorstöße Dabanli zum Eigentor zwang – wie passiv Hunt dahinter im Abseits war, dürfen indes andere diskutieren. Beim zweiten Treffer schaltete Werder nach einem Ballverlust des FCN schnell um und stellte die Franken durch geschickte Positionswechsel vor eine unlösbare Aufgabe. Aaron Hunt tauchte auf einmal links auf und bediente Eljero Elia, der bei diesem Konter ins Zentrum rückte und von dort aus nach langer, langer Zeit mal wieder einen Bundesliga-Treffer auf seinem Konto verbuchen konnte.

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