Was wir von den Iren lernen können

Trinkt mehr Bier aus Schuhen!

Sie sind pleite, unangenehm laut und trinken viel zu viel. Kurzum: Wir lieben die Iren! Deswegen gibt es auch diverse Dinge, die man sich von den sympathischen Grünen abschauen kann. Hier sind die essentiellsten.

Mehr Liebe für die Polizei!
Werden die Ordnungshüter hierzulande mit gewissem Argwohn betrachtet, so machten die Iren vor, wie es auch gehen kann: Sie versammelten sich vor einer polnischen Polizistin und stimmten an: »We love you, we love you.« Als sie fertig waren, wandten sie dem männlichen Kollegen zu und wiederholten die Huldigung.



Geniess das Wunderland!
Die Bundeskanzlerin in Nazi-Uniform – das kennt man von Boulevardblättern aus dem Süden Europas. Die Iren sangen hingegen voller Dankbarkeit: »There is only one Angela Merkel. She gave us the cash, we are on the lash – walking in a Merkel-Wonderland.« Frei übersetzt: Sie schickte uns die Kohle, wir versaufen sie.

Nie am Spieltag heiraten!
Ein frisch vermähltes Brautpaar geriet in die Fänge der irischen Fans, die die Frau direkt als neue Hurling-Spielerin rekrutierten. Etwas in Sorge musste der polnische Bräutigam mitansehen, wie seine Gattin mit einem Stock einen zugeworfenen Ball traf und danach überschwänglich geherzt wurde.

Pferde helfen in der Not!
Als ein Pferd als Touristenattraktion durch Posen geführt wurde, schwang sich ein Fan mit blankem Oberkörper in bester John-Wayne-Manier darauf. Wenig später zweckentfremdeten andere Iren das Tier als Transportmittel für mehrere Bierkästen. Wieder andere »Boys in Green« erkundeten wiederum jene Körperteile, die nicht in jedem Biologiebuch auftauchen.

England hat keine Chance!
Nicht wenige Iren nahmen die Mühe auf sich, die englische Nationalmannschaft in Krakau zu begrüßen. Natürlich stilecht mit »Booo«-Rufen, »Maradona«-Gesängen und der Ansage: »You’ll never beat the Irish.« Das wurde später umgetextet in: »You’ll never beat the Irish Fans.«

Stühle hoch und Schuhe aus!
Die Iren zogen die Schuhe aus für ihre »Boys in Green«, sie legten sich aufeinander und trugen einander ebenso wie gegnerische Anhänger auf Stühlen durch die Menge. Als dann der Alt-Internationale Roy Keane nörgelte, dass man nicht nur zum Singen zu Turnieren fahren solle, hatten sie umgehend die nonchalante Antwort parat: »Fuck you, Roy Keane, we sing when we want.«

Verbandsbosse sind keine Feinde!
Zumindest Irlands Verbandschef John Delaney hat verstanden, wie man muffige Fans auf seine Seite zieht. Als das letzte Qualifikationsspiel der Iren in der Slowakei kurzfristig von Bratislava nach Zilina verlegt wurde, spendierte der irische Verband spontan 800 Fans die Zugreise zum neuen Spielort und ließ zudem Schnaps und Bier im Wert von 5000 Euro verteilen. Doch Delaney Geberlaune war keine Eintagsfliege: Als Irland bei der vergangenen EM nach dem letzten Spiel gegen Kroatien endgültig ausgeschieden war, mischte sich Delaney kurzerhand im polnischen Sopot unters Volk und becherte munter bis halb vier mit. Als er dann auch noch die Getränkerechnung von diversen Zechbrüdern übernahm, trugen ihn die Fans auf Schultern über die Strandpromenade und zogen ihm vor lauter Freude auch noch die Schuhe aus. Delaneys nahm es gelassen: Zum feierlichen Abschluss tranken Fans und Verbandsoberhaupt gemeinschaftlich ein großes Bier aus den edlen Slippern des Bosses. Wolfgang Niersbach, übernehmen Sie!

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder die Diskussion einen unschönen Ton annimmt, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen!