02.12.2013

Was macht eigentlich Carlos Valderrama?

Hairliche Aussichten

Seite 2/2: Friedensangebot an die Rebellen
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imago

Nun will Valderrama in die Politik gehen. Bei den Senatswahlen im März wird er für die Mitte-Rechts-Partei von Präsident Juan Manuel Santos antreten.  »Nach so vielen Spielen für die kolumbianische Nationalmannschaft werde ich die beste Partie meines Lebens bieten«, sagte Valderrama vergangene Woche auf einer Wahlkampfparty.
 
Dass (Ex)-Fußballer in der Politik nicht immer gut aufgehoben sind, zeigen zahlreiche Beispiele. Erinnern wir uns nur an Pierre Littbarski, der 1989 in die Bundesversammlung gerufen wurde, um Richard von Weizsäcker im Amt des Bundespräsidenten zu bestätigen. »Sie haben mich in einen schwarzen Anzug gesteckt. Irgendeiner von der Partei hat mit meinem Manager gesprochen, und der hat mir dann erklärt, dass ich meinen Zettel langsam in den Topf schmeißen soll – damit die Fotografen genug Zeit haben«, sagte Litti später.
 
Bei Valderrama scheint die Sache anders zu laufen. Er gibt sich jedenfalls engagiert. Zuletzt hat er in einem Interview mit der Zeitung »El Tiempo« die linksgerichtete Guerillaorganisation FARC zu einem Fußballturnier für den Frieden ein. Die FARC nahm die Herausforderung an. In einem Antwortschreiben der FARC-Unterhändler auf Kuba heißt es: »Lasst uns eine Partie hier in Havanna spielen und eine zweite in dem Viertel Pescadito in Santa Marta, von wo so viele nationale Fußballhelden kommen.«
 
Wie das Spiel ausgeht?, wollten die Reporter wissen. Valderrama gibt keine Prognosen ab. Doch er rät den Rebellen: »Trainiert ordentlich, denn unsere Mannschaft ist richtig gut und war schon bei drei Weltmeisterschaften.« Und was ist mit der Frisur? Die wird natürlich niemals verändert. Schließlich trägt er sie seit seiner Schulzeit. Damals, erzählte sein Vater mal, habe er sich aus Stress die Haare wachsen lassen und nicht mehr gekämmt. Irgendwann entstand ein riesiges Minipli-Nest auf dem Kopf – und die Leute jubelten und versuchten es ihm nachzumachen. Zwei, denen es besonders gut gelang, sind Carlos Alberto und Elvira Redondo. Es sind sein Sohn und seine Frau.



 
 
 
 
 
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