Was machen die Helden von 1996?

Die Titelträger

Bei der Europameisterschaft in England vor 16 Jahren haben sie den letzten großen Titel für Deutschland geholt. 16 Jahre sind im Fußball ein ganzes Leben. Wie geht es den Helden von damals?

Er ist jetzt wieder Europameister. Dabei war Thomas Helmer das eigentlich lange nicht mehr. Die Vergangenheit hat ihn nicht nur eingeholt, sie hat sturmgeklingelt. In den vergangenen Wochen bekam er jeden Tag Anfragen für irgendeine Talkshow. Maischberger, Friedman, Anne Will, Lanz. Thomas Helmer hat alles abgesagt. Weil er einfach keine Zeit hatte. Aber auch, weil er dort, auf einem dieser TV-Sessel, wieder nur der Fußballspieler gewesen wäre, der früher oder später Anekdoten hätte erzählen müssen. Es ist schließlich seine Vergangenheit, die Helmer derzeit so interessant macht. Diese englischen Wochen im Sommer 1996. Helmer war damals 31 Jahre alt, als er seine fortgeschrittene Karriere mit dem Gewinn der Europameisterschaft veredelte.

Aber das hat er, soweit das überhaupt möglich ist, hinter sich gelassen.

Wer sich mit Thomas Helmer trifft, steht einem Mann gegenüber, der schon immer klüger und wortgewandter wirkte als die meisten seiner Mitspieler und sein Geld heute als Fernsehmoderator verdient. Ein Fernsehmoderator, der irgendwann auch mal Fußballer war. Thomas Helmer versucht, das voneinander zu trennen. Als wären es zwei Identitäten.

Helden, die nie strahlen konnten

16 Jahre ist das Finale von Wembley her, der letzte große Titel für Deutschland. In Fußballerjahren gemessen, sind 16 Jahre ein ganzes Leben. Für Fußballdeutschland aber liegen zwischen damals und heute, da sich eine neue Generation anschickt, den Titel zu holen, ganze Welten. 1996 wurde das Turnier mit Willenskraft gewonnen, viele Stammspieler waren im Turnierverlauf verletzt ausgefallen. Es war das letzte Hurra der deutschen Tugenden, aber auch, wie man heute weiß, eine Illusion der eigenen Stärken. So waren die Sieger von Wembley unwirkliche Helden, die nie strahlen konnten. Nicht wie die Wiedervereinigungsweltmeister von 1990, und schon gar nicht wie die Generation Sommermärchen. Vielleicht sind sie bald ganz vergessen.

Was also ist ein Titel wert?

Wer könnte das besser beantworten als Thomas Helmer, der gegen das Vergessen anmoderiert.

Zum Gespräch, Montagmorgen in Hamburg, hat er ein Designhotel vorgeschlagen. Alsternähe. Durch die Lobby trippeln Models auf Highheels. In einem der Nebenräume läuft ein Fotoshooting für ein großes deutsches Versandhaus. Bisschen zweitklassiger Glamour. Passt alles. Helmer trägt hellbraune Lederjacke und Jeans und fernsehlächelt. Mit seinen fein geschnittenen Gesichtszügen, dem Zweitagebart, könnte er auch ein Serienheld aus den frühen 90ern sein.

Helmer im Palazzo, Helmer in Sat.1

Selbst sein Händedruck scheint zu lächeln. Gut gelaunter Thomas Helmer. Die Voraussetzungen stimmen schon mal, um dann doch über damals zu sprechen, 1996. Also sagt Thomas Helmer, so zum Einstieg: »Ich behaupte mal, viele wissen nicht, wer ’96 Europameister war. Die kriegen die Mannschaft nicht mehr zusammen.« Dann versucht er selbst, die Finalmannschaft von Wembley zusammenzukriegen. So richtig gelingt ihm das nicht. Er lacht. Siehste, soll das heißen, ist eben verdammt lang her.

»Ich habe mit meinem alten Leben nicht mehr viel zu tun«, sagt Helmer. Seine Karriere hat er vor zwölf Jahren beendet. Er ist jetzt 47, seit sieben Jahren mit der Schauspielerin Yasmina Filali verheiratet. Das weiß man, weil er seiner Frau in der Dinnershow »Palazzo« einen Heiratsantrag gemacht hat mit den Worten »ich bete dich an, du bist meine Göttin.« Im November vergangenen Jahres zeigte sich das Ehepaar Helmer in der Sat1-Sendung »Mein Mann kann«, einer Paartherapie als Zirkus, in der die Männer Chilischoten in sich hineinstopfen oder eben, wie Helmer damals, Körbchengrößen raten müssen. Ziemlich überflüssig, muss aber eben auch sein, wenn der Bekanntheitsgrad gehalten werden will. Der Fußball war da sehr weit weg.

Vorhölle Privatfernsehen

Seit 2002 arbeitet Helmer beim Fernsehen. Bei Sport1, damals noch DSF. Ein Spartenkanal, auf dem »die geilste Zweite Liga aller Zeiten« läuft und junge Frauen nach Mitternacht Strippoker spielen. Bei einem wie ihm, Deutscher Meister, Kapitän bei Bayern München, Europameister, klingt das nach Verbannung. Vorhölle Privatfernsehen. Thomas Helmer aber sieht das, selbstverständlich, anders: »Ich hätte es mir natürlich auch einfacher machen können, hätte auf der Expertenseite bleiben können. Dann würde ich da jetzt vielleicht sogar stehen. Auf Usedom oder neben Reinhold Beckmann.« Wie seine einstigen Bayern-Kollegen Oliver Kahn und Mehmet Scholl. Das aber wollte er nicht, für immer Experte sein. Ein Spieler im Anzug, der ewig die gleichen Fragen beantwortet wie früher unmittelbar nach dem Spiel. Wie fühlen Sie sich? Verschwitzte Sätze. Darauf hatte er keine Lust mehr, jetzt stellt er Fragen, wie die Anderen sich fühlen. Auf seine Art. Nah dran, weil er selbst nah dran war, ohne die Förmlichkeit des ausgebildeten Journalisten. 80 Sendungen hat er 2011 gemacht.

Trotzdem bleibt das Gefühl, dass er nicht alles aus seinen Fähigkeiten herausholt. Der Sport-Boulevard, das dürfte ihm nicht genügen, einem, der mal der Beste war. Und doch hat ihn das Fernsehen gerettet. Bewahrt vor der Nostalgie-Falle, die Helmer, subtiler Spott, so beschreibt: »Plötzlich ist die Karriere zu Ende und man spielt gegen die Paulaner Traumelf.«

Wo ist die rote Lampe?

Er lehnt sich entspannt zurück, lässiger Gesichtsausdruck, als blicke er seiner Pointe nach. Guter Satz, der ist ihm gelungen. Thomas Helmer spricht auch hier als würde irgendwo das rote Lämpchen einer Kamera blinken. Der öffentliche Helmer ist eine Dauerwerbesendung in eigener Sache. Das beherrscht er ziemlich gut. Immer freundlich, angenehmer Tonfall. Man möchte ihm tatsächlich gleich erzählen, wie man sich fühlt. Auch hier ist er zum Profi geworden, hat dieses Spiel mit demselben Ehrgeiz perfektioniert wie früher seine Rolle als Manndecker. »Das Fernsehen hilft mir natürlich enorm, den Bekanntheitsgrad auf einem gewissen Level zu halten.« Der Europameister und der Fernsehmann Helmer, sie harmonieren letztendlich gut miteinander. Vielleicht liegt es an der Freiheit, eine öffentliche Figur zu sein.

Dieter Eilts, der Schüchterne

Eine kurze Zugfahrt von Hamburg entfernt, im Bremer Weserstadion, wartet ein Mann, der das Schicksal mit Helmer teilt, aber sich von der Öffentlichkeit und dem Bild, das sie von ihm besitzt, abgewandt hat. Dieter Eilts sitzt in einem Besprechungsraum des Nachwuchsleistungszentrums. Ein schmuckloses Quadrat. An der Wand lediglich ein paar gerahmte Fotos. Bremer Nationalspieler. Ein weißer Tisch. Vier Stühle, schwarz. Aktenschränke. Das war’s. Klare Linie. Ein Raum wie Dieter Eilts.

Er hat sich kaum verändert. Eilts, wie Helmer 47 Jahre alt, könnte auch der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Briefmarkensammler sein. Ihn haben allerdings schon viele unterschätzt. »Der Dieter«, hat Mehmet Scholl 1996 gesagt, »sitzt immer ganz ruhig da. Und dann haut er plötzlich einen Spruch raus. Versteckt aus dem Hinterhalt.« Und deshalb sitzt der Dieter auch erst einmal einfach ganz ruhig da. Der Hinterhalt des Schweigers. Und haut dann eben einen raus. »Mein Büro«, sagt er und zeigt durch Glastür, »liegt am Ende des Ganges. Aber nicht in Kalkutta.« Knochentrockener Ostfriesenwitz. Steht ihm gut. Es gibt kaum einen Bericht über den Spieler Eilts, in dem ihm nicht die Attribute scheu, wortkarg oder still zugeordnet wurden.

Eilts' Spiel war eine Antithese

Eilts war deshalb auch der unwahrscheinlichste Star der EM 1996. »Who’s that fucking Dieter Eilts«, fragte im Old- Trafford-Stadion von Manchester ein britischer Reporter nach dem ersten Vorrundenspiel gegen Tschechien. Mit diesem Eilts, schmales Gesicht zwischen zwei rot glühenden Ohren, klare Gesten, wenig Worte, konnte niemand etwas anfangen. Sein Spiel war eine Antithese. Dieter Eilts hat die Angriffe des Gegners einfach ausgesessen. Er war das Fußball gewordene Prinzip Kohl. Einer, dessen Arbeitsplatzbeschreibung sich las wie ein Haushaltskurs an der Volkshochschule Leer. Er musste Löcher stopfen, oder Staubsaugen. Nach dem Titelgewinn aber galt dieser »fucking« Eilts, der nur dieses eine internationale Turnier gespielt hat, plötzlich als der Erfinder des modernen defensiven Mittelfeldspielers. »Eilts wird immer mit ’96 und der Europameisterschaft in Verbindung gebracht werden«, sagt Eilts selbst.

Wenn er über diese Zeit spricht, mischt sich in die friesische Hartschale dann auch die unmissverständliche Überzeugung, es damals allen gezeigt zu haben. »Ich war sicher einer der herausragenden Spieler«, sagt Eilts. Viel mehr sagt er dazu nicht. Eilts spricht, als hätte er nur einen bestimmten Vorrat an Worten, mit dem er wohlüberlegt haushalten muss.

Eilts hätte nach der EM damals auch nach England gehen können. Er blieb, klar, in Bremen. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere bei Werder hat Eilts dann die deutsche U21-Nationalmannschaft trainiert, danach war er Cheftrainer bei Hansa Rostock, bis er 2009 entlassen wurde. Heute ist er längst wieder dort angekommen, wo er eigentlich immer war. Bei Werder Bremen, jenem Verein, den sie für Spieler wie Eilts erfunden zu haben scheinen, als Leiter der internen Fußballschule. »Ich wusste schon während meiner Karriere immer, dass ich im Nachwuchsbereich arbeiten werde. Ich bin dann auch in die andere Schiene geraten. Aber es war nicht das, was ich wirklich wollte«, erklärt er und es klingt, als hätte er eine unangenehme Schieflage in seinem Lebenslauf korrigiert. Öffentlichkeit, ob als Profifußballer, Trainer oder Sportdirektor, das muss er nicht mehr haben. Den Tanz an der Seitenlinie, die Kameras, die Aufmerksamkeit. Eilts sagt zwar auch, »ich habe keine Öffentlichkeitsallergie, aber Zufriedenheit ist mir persönlich wichtiger, als Ruhm.«

Hinter den Fenstern geht der Blick über das Trainingsgelände. Saftiges Grün. Es regnet leicht. Vielleicht sieht so Zufriedenheit aus.

In Eilts schlummert innere, tiefe, friesische Ruhe

Es ist ein Wort, das er immer wieder benutzt in diesem Gespräch, als hätte er sich diese Zufriedenheit in dicken Lagen um den Körper gewickelt. Wenn Eilts in sich hineinhört, scheint dort nur innere Ruhe zu sein. Er sagt dann aber auch, nach längerem Nachdenken und als müsste er das noch mal klarstellen: »Ich weiß nicht, ob ich ein Gegenmodell zu Thomas Helmer bin. Thomas macht ja auch, bei allem, was er macht, einen sehr glücklichen und zufriedenen Eindruck. Ich bin mir aber sicher, dass es nichts für mich wäre.«

Und wo ohnehin gerade von seinen ehemaligen Mitspielern die Rede ist, fällt auf, wie viele aus dem Jahrgang von ’96 bis heute eng verbunden sind. Obwohl es anders als bei den 90ern noch nie Klassentreffen gab. Man hat ja ohnehin ständig miteinander zu tun. Oliver Bierhoff, Matthias Sammer, Andreas Köpke und früher Jürgen Klinsmann sind die Architekten des jetzigen DFB-Erfolgs. Steffen Freund, Christian Ziege und auch Eilts wurden in den Nachwuchsbereich geholt.

Andreas Möller verwaltet Immobilien

Einer, der in diesen Aufzählungen meist fehlt, von dem man immer am wenigsten wusste und der schon auf dem Spielfeld nie richtig glücklich wirkte, wohnt jetzt in Bad Homburg. Sylt ohne Meer. Die Bäume werfen Kurschatten, der Rasen ist gepflegt, der Gehweg besenrein. Guter Ort für einen Alterssitz. Andreas Möller betritt das Steigenberger Hotel mit dem federnden Schritt eines Tennislehrers. Die Haare leicht gegelt, Hemd in der Hose, iPhone in der Hand: »Ich hoffe, es stört Sie nicht, wenn das Telefon immer mal wieder klingelt.« Souveräne Business-Begrüßung.

Gerade ist eine Menge los bei ihm. Er erklärt, seine Frau läge im Krankenhaus, ein Zeckenbiss, Möller hat fünf Kinder. Zudem ist das Halbfinale zwischen Deutschland und Italien seine Gelegenheit für den Expertenauftritt, weil er Anfang der 90er zwei Jahre in Turin gespielt hat. Ohnehin, das wird er nicht müde zu betonen, hat Möller im Fußball alles gewonnen. Alles!

Manchmal ist mehr wirklich: mehr

Bevor es jetzt richtig losgeht, muss Andreas Möller deshalb aber erst mal eins sagen. Hervorschnellender Zeigefinger. Volle Körperspannung. Er lehnt sich nun förmlich in diesen nächsten Satz: »Glauben Sie mir, ich bin keiner, der sich ständig im Fernsehen präsentieren möchte. Ich bin da eher zurückhaltend. Weniger ist auch manchmal mehr.«

Im Moment ist eher Weniger. Es ist still geworden um Andreas Möller. Was allein schon deshalb ungewöhnlich ist, da es um Andreas Möller eigentlich nie still war. Er war einer, der das Publikum zerrissen hat. Möller wurde vergöttert, in Frankfurt und Dortmund, später sogar auf Schalke, für sein Tempo, seine Technik, seine Gnadenlosigkeit vor dem Tor. Überall anders wurde er verachtet als empfindliche Diva und Heulsuse, weil er sich einmal vorsorglich im Strafraum hat fallen lassen.

Die Geckgeste, ein ikonisches Bild

Dennoch war es dieser Möller, der das Bild geprägt hat, das am Ende am ehesten haften bleibt in der Erinnerung an ’96. Nach dem entscheidenden Elfmeter im Halbfinale gegen England baute er sich, die Zehn auf dem Rücken, vor der Tribüne in Wembley auf wie ein Feldherr, ein Artist des Augenblicks, die Hände in die Hüften stemmend, den Kopf zur Seite, das Kinn gereckt. Die Peter-Pan-Pose, eine perfekte Imitation Paul Gascoignes. »Ausgerechnet Möller«, schrie der Reporter Gerd Rubenbauer, bereits heiser vom eigenen Patriotismus. Ausgerechnet Möller, dachten viele daheim vor den Bildschirmen.

»Die Leute wissen genau, dass ich Europameister bin. Durch diese Geste«, sagt Möller, die Erinnerung an diesen Streich steht ihm als offenes Grinsen im Gesicht. »Aber, glauben Sie mir, wenn ich das heute sehe, muss ich lachen. Ich war ja kein Spieler, der bekannt war für Gesten.« Es gibt in Fußballdeutschland eine Menge Menschen, die das anders sehen. Möller war immer jemand, der die Offensive gesucht hat. Auf dem Platz und abseits davon.

Hinter der Biografie versteckt

Jetzt aber, da das Gespräch in die Gegenwart schwenkt, ins Berufliche, weicht Möller erst mal aus, verschanzt sich hinter den Eckdaten seiner eigenen Biographie, dem Lebenslauf. 2005 Trainerschein in Köln, dann ein Jahr lang Trainer in Aschaffenburg. Und drei Jahre Sportdirektor bei Kickers Offenbach. Kennt man alles, ist ja kein Geheimnis. »Glauben Sie mir, es hat ja einen Grund warum es ruhiger geworden ist«, sagt Möller schließlich und wird dabei wieder etwas lauter.

»Glauben Sie mir«. Andreas Möller braucht diesen Satz wie jemand, dem man eben nicht glaubt. Tatsächlich ist er als Persönlichkeit noch immer kaum zu greifen. Wenn er seine Zurückhaltung betont, wirkt er aufdringlich, wenn er von Ruhe spricht, wird er laut. Das war früher schon so. Als er Interviews gab, ohne etwas zu sagen, und im Gespräch war, ohne selbst gesprochen zu haben.

Möller wartet nicht auf das nächste Jobangebot. Er verwaltet seine Immobilien, ist, so sagt er das, finanziell so weit abgesichert, dass er jetzt nicht das erstbeste Angebot annehmen muss. »Glauben Sie mir, ich bin ein total happy zufriedener Mensch.« Aber eine Aufgabe zu haben, wäre schön, eine »mit der ich mich identifizieren kann«. Er will zurück ins Fußballgeschäft. Es hört sich unweigerlich wie ein Stellengesuch an, wenn er fortfährt: »Ich kann jungen Spielern das alles gut vermitteln, weil ich es selbst erlebt habe.« Möller scheint dabei ununterbrochen auf dem Sprung zu sein, seine Antworten pulsieren im Takt eines ständigen Tickens. Als könne man seine innere Uhr hören.

Anrufe in Abwesenheit

Dann sackt sein Energielevel plötzlich ab, und er sagt über den Ex-Fußballer: »Das, was man am besten konnte, geht auf einmal nicht mehr. Von heute auf morgen. Das fällt einem schwer.« Es klingt wie ein Verlust von Superkräften. »Der Titel ist keine Garantie für mein weiteres Leben. Ich lebe nicht besser, weil ich Europa- und Weltmeister geworden bin.«

Möller schaut wieder auf das Display seines Handys. Anrufe in Abwesenheit. Er hat draußen direkt vor dem Hotel geparkt. Schwarze Limousine. Bevor er in den Wagen steigt, sagt er noch: »Wenn Sie mal eine Einschätzung brauchen, einfach eine SMS schicken, ich melde mich dann gleich.« Andreas Möller steht bereit. Auf Abruf.

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