Was die DFB-Neulinge bringen sollen

Make Außen great again!

Bundestrainer Joachim Löw nutzt den letzten Länderspiel-Termin des Jahres, um junge Talente zu testen. Wir sagen Euch, was er sich von Benjamin Henrichs, Yannick Gerhardt und Serge Gnabry verspricht.

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Egal ob im Büro, in der Familie oder im Urlaub, die vergangenen Tage gab es nur ein Thema. Eine Wahl hält die Welt in Atem. Kein Experte hatte mit diesem Ergebnis gerechnet. Warum also entschied sich Joachim Löw dazu, die Neulinge Benjamin Henrichs (Bayer Leverkusen), Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg) und Serge Gnabry (Werder Bremen) zur Nationalmannschaft einzuladen? 

Der Zeitpunkt überrascht nicht. Am Freitagabend tritt Deutschland gegen San Marino an, eine Partie, die selbst Deutschlands U17 gewinnen würde. Das Testspiel gegen Italien am kommenden Dienstag mag zwar prestigeträchtiger sein, allerdings geht es hierbei nicht um Punkte für die WM-Qualifikation. Ein idealer Zeitpunkt, neue Spieler einzuladen.

Henrichs: ein Mann für die Außenverteidiger-Position

Dass es ausgerechnet jene drei Spieler traf, kommt allerdings überraschend. Henrichs ist gerade einmal 19 Jahre alt, hat sich seinen Stammplatz in der Bundesliga erst in dieser Saison erarbeitet. Für ihn spricht in erster Linie seine Position: Der gelernte Zehner kommt bei Bayer Leverkusen als Außenverteidiger zum Einsatz.

Diese Position ist noch immer die Achillesverse der DFB-Elf. Bei der Europameisterschaft überzeugten Jonas Hector und Joshua Kimmich zwar auf den Flügeln. Kimmich spielt bei den Bayern allerdings unter Carlo Ancelotti im Mittelfeld, auch Hector agiert beim 1. FC Köln nur als Teilzeit-Verteidiger - Trainer Peter Stöger stellt ihn häufig im Zentrum auf.

Henrichs könnte langfristig ein Ersatzmann sein. Der Jungstar bringt alles mit, was ein Außenverteidiger im DFB-System benötigt: Er ist dynamisch, passstark und offensiv ausgerichtet. Im DFB-Team müssen Außenverteidiger weit vorrücken und in der gegnerischen Hälfte Breite geben. Sie agieren dabei meist eher als Außenstürmer denn als -verteidiger und postieren sich an der gegnerischen Abwehrkette. Der offensivstarke Henrichs passt zu dieser Strategie – sicherlich ein Grund, warum Löw ihn nominierte.

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