Was bedeutet der Wechsel von Mats Hummels?

Echtes DDR-Feeling

Der Transfer von Mats Hummels zum FC Bayern ist für die Bundesliga eine Katastrophe. Er zeigt, dass es in München nur noch um die Champions League geht.

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Das Hamburger Unternehmen Goalimpact wirbt mit dem Slogan »Next Gen Football Prediction« für sich, behauptet also, die nächste Generation der Fußball-Voraussage zu liefern.

Dazu ermittelt es zunächst auf sehr einfache Weise den Stand der Dinge. Rein mathematisch wird bemessen, wie erfolgreich eine Mannschaft spielt, wenn bestimmte Spieler auf dem Platz stehen.

Das ermöglicht auch hübsche mathematische Spielereien, wie etwa diese auf Anfrage von 11FREUNDE: Wie viele Punkte Vorsprung mehr hätte der FC Bayern in dieser Saison gehabt, wenn Mats Hummels schon in dieser Saison in München gespielt hätte? Einen Vorsprung von zusätzlichen fünf Punkten spucken die Computer bei Goalimpact aus, Bayern hätte mit ihm zwei Punkte mehr, Dortmund ohne ihn drei Punkte weniger geholt.

Kein Wir-kaufen-die-Konkurrenz-kaputt-Wechsel

Nun braucht man weder solche Berechnungen noch andere aufwändigen Analysen, um zu wissen, dass der Transfers seines Mannschaftskapitäns den BVB schwächen und die Bayern verstärken wird. Man könnte daher leicht versucht sein, ihn in die Linie von Mario Götze oder Robert Lewandowski zu stellen. Aber das hier ist kein Wir-kaufen-die-Konkurrenz-kaputt-Wechsel im Geiste von Uli Hoeneß. Er folgt vor allem sportlichen Überlegungen, und das ist fast noch schlimmer.

Die größten Probleme hatte der FC Bayern in dieser Saison in der Innenverteidigung, vor allem in der Champions League. Bereits im Viertelfinale scheiterten die Münchner an Juventus Turin fast daran, dass sich im Hinspiel Joshua Kimmich zwar als phantastisch lernfähiger Spieler präsentierte, im entscheidenden Moment aber auch klar wurde, dass er nur ein Aushilfs-Innenverteidiger war.

Bei Atletico Madrid war im Halbfinal-Hinspiel dann für Saul Ninguez zu viel Solo möglich, und im Rückspiel zeigte Antoine Griezmann, dass Jerome Boateng noch nicht komplett fit war.

Eine Katastrophe für die Bundesliga

Es geht beim Wechsel von Mats Hummels also gar nicht so sehr um die Bundesliga. Er soll den Bayern vor allem auf den letzten Zentimetern helfen, die zum Gewinn der Champions League noch fehlen. Und das portugiesische Supertalent Renato Sanches ebenso.

Für die Bundesliga hingegen ist der gestrige Super Tuesday der Bayern auf dem Transfermarkt, an dem sie mal eben rund 75 Millionen ausgegeben haben, dennoch eine Katastrophe.

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