Warum Stuttgart plötzlich so gut ist

Schaffe, Schaffe, Mauer baue

Fünf Siege in Folge, und heute der Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale? Gar nicht so unwahrscheinlich. Denn der Aufschwung des VfB Stuttgart hat gute Gründe.

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21. November 2015: Der VfB Stuttgart ist am Tiefpunkt angelangt. Zu Hause verliert der stolze Traditionsklub mit 0:4 gegen den FC Augsburg. Vom Aufbruch, den Trainer Alexander Zorniger vor der Saison beschwor, ist schon lange nichts mehr zu spüren. Zornigers gewünschter Spielstil, offensiv angreifen und aggressiv stören, ist nicht einmal mehr in Ansätzen zu erkennen. Zwei Tage später entlässt der Verein Zorniger.

6. Februar 2016: Der VfB Stuttgart gewinnt mit 4:2 in Frankfurt. Es ist das neueste Kapitel in einem beeindruckenden Höhenflug. Seit sieben Spielen ungeschlagen, fünf aufeinanderfolgende Siege: die Bilanz des neuen Trainers Jürgen Kramny kann sich sehen lassen. Der VfB ist wieder eine Kraft, mit der man in der Bundesliga rechnen muss. Wie ist Kramny das gelungen?

Defensive Schwächen abgestellt

Kramny hat sich schnell von Zornigers System verabschiedet. Zorniger wollte, dass seine Mannschaft mit einem hohen, aggressiven Pressing den Gegner dominiert. Allerdings konnte das Team die komplexen Vorgaben des Trainers nicht immer umsetzen. Sobald der Gegner das Pressing umspielte, wackelte die Defensive. Je häufiger die Misserfolge wurden, desto weniger glaubten die Spieler an Zornigers System.

Kramny hat das Spielsystem defensiver ausgerichtet. Stuttgart zieht sich unter dem neuen Coach weiter zurück, agiert passiver. Sie suchen jetzt erst im Mittelfeld den Zugriff statt in der gegnerischen Hälfte. Gleichzeitig orientiert sich das Team stärker am Mann als am Raum. Stuttgart steht im neuen System kompakter und schließt die Defensive besser. Unter Zorniger fing das Team durchschnittlich 2,2 Tore pro Spiel, unter Kramny verringerte sich der Wert auf 1,4.

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