Warum Schiedsrichter Felix Brych zur WM darf

Nach dem Phantomtor

Die Fifa adelt das Phantomtor - Felix Brych wurde als Schiedsrichter für das WM-Turnier in Brasilien nominiert. Ist das gut?

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Die deutschen Fußballschiedsrichter absolvieren gerade ein Trainingslager auf Mallorca. Insofern bringen sie sich auf den Stand der Kicker, die Deutschland in der Winterpause gern den Rücken kehren, um sich unter angenehmeren Bedingungen für die Rückrunde zu präparieren.

Tatsächlich gehören die Schiedsrichter ins Trainingslager. Selten war die Zahl ihrer Fehlentscheidungen so hoch wie in der zurückliegenden Bundesliga-Hinserie. Das Spiel wird eben immer schneller und intensiver. Vielleicht ist es für die Schiedsrichter zu schnell geworden.

Haarsträubende Fehler

Herbert Fandel, Chef des deutschen Schiedsrichterwesens, sieht die Ursachen vielmehr in der größer werdenden öffentlichen Wahrnehmung der Schiedsrichterentscheidungen.

Spieler, Trainer und Manager würden die Schiedsrichter gern benutzen, um von eigenen Fehlern abzulenken.

Er ignoriert, dass den Schiedsrichtern in Sachen Tor-Entscheidungen, Platzverweisen und selbst im Verhalten Spielern gegenüber Haarsträubendes unterlaufen ist. Dabei weiß doch jeder, wie schwer es die Schiedsrichter haben.

Das Phantomtor von Kießling

Die Fifa juckt das gleich gar nicht. Der Weltverband nominierte Schiedsrichter Felix Brych für die WM. Brych ist für immer mit dem »Phantomtor« von Leverkusens Stefan Kießling verbunden, der ein Tor durch ein Loch im Toraußennetz erzielte.

Das Gute daran: Ein solcher Fehler wird Brych bei der WM nicht unterlaufen können. Da kommt die Torlinientechnik zum Einsatz. Und so schnell wie hierzulande werden die WM-Spiele wegen der klimatischen Bedingungen wohl auch nicht ablaufen.

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