Warum Neymar und Co. in Brasilien bleiben

Der gesponserte Superstar

Früher konnte ein Wechsel nach Europa nicht früh genug kommen. Doch mittlerweile hat es Brasiliens junge Fußballgarde nicht mehr so eilig, die Heimat zu verlassen. Bestes Beispiel: Wunderknabe Neymar. Warum ist das so?

Auf den Wunschzetteln von Europas Fußball-Elite steht sein Name seit geraumer Zeit ganz oben. Zu gerne würden die Klubverantwortlichen aus Madrid, Barcelona oder Manchester Neymar da Silva Santos Júnior, kurz Neymar, bereits jetzt in ihren Reihen sehen. Doch der brasilianische Wunderknabe, der die Seleção bei der WM 2014 im eigenen Land zum sechsten Titel führen soll, kickt weiterhin beim FC Santos – und hat es nicht eilig, seinen Arbeitgeber zu wechseln.

Mit seinen 20 Jahren fühlt sich Neymar pudelwohl im gewohnten Umfeld. »Bei Santos habe ich mein Glück gefunden. Hier sind mein Sohn, meine Familie und meine Freunde um mich herum. Ich bin sehr zufrieden«, sagt der umworbene Offensivstar mit der wilden, an einen Hahnenkamm erinnernden, Frisur.
Privates Glück alleine ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb das hartnäckige Werben aus Europa bei Spieler und Verein bislang bei Neymar auf taube Ohren gestoßen ist. Da ist auch noch das fürstliche Gehalt in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro, das monatlich auf dem Konto des Superstars eingeht – für brasilianische Klubs vor nicht allzu langer Zeit noch eine utopische Summe.

Zwar sind viele Vereine im Land des fünfmaligen Weltmeisters nach wie vor hoch verschuldet. Doch sorgen mittlerweile finanzstarke Sponsoren dafür, dass es Brasiliens junge Fußballgarde, allen voran Neymar, nicht mehr ganz so eilig hat, den Sprung über den Atlantik zu wagen. Im Falle von Neymar sorgt ein Pool aus derzeit zehn finanzstarken Unternehmen dafür, das der trickreiche Angreifer seine Tore weiterhin im Dress von Santos schießt. Ein Modell, bei dem der Klub selbst nur für rund zehn Prozent des Gehalts aufkommt – den Rest übernehmen die Sponsoren.

Südamerikas Fußballer des Jahres 2011 ist nicht der einzige Spieler, bei dem diese Art der Finanzierung angewendet wird. Auf ähnliche Weise ist es anderen Klubs gelungen, begehrte Spieler wie Diego Forlán, Paolo Guerrero, Deco oder Clarence Seedorf anzulocken, die früher bei Offerten aus Brasilien noch dankend abgewunken hätten.

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