7. In Folge der Rekordstrafe, die ihn europaweit für ein Drittel der Saison außer Gefecht setzt, lieh Queens Park ihn zu Olympique Marseille aus. Rund um das Stade Velodrome sorgte die Verpflichtung des Kicker-Rebells für einen echten Hype. Zur Begrüßung präsentierten die Fans von Olympique dem beeindruckten Barton ein Riesentransparent mit der Aufschrift »Welcome sweet and tender holligan« – ein Zitat seiner Lieblingsband »The Smiths«. In der Liga ist Barton bis heute gesperrt und durfte bisher nur in der Europa League für seinen neuen Klub auflaufen.
8. Trotz all der Arschloch-Aktionen in seiner Vergangenheit, ist Barton bei den Fans äußerst beliebt. Großen Anteil hat daran sicher auch sein Twitter-Account (@joeybarton), in dem Barton sich ungefiltert zu politischen und sportlichen Themen äußerst. Er scheut weder vor Angriffen auf Vereine und Verbände noch vor einer Meinung zu heißen Themen wie etwa Doping im Fußball. Zudem zitiert Barton regelmäßig große Denker wie Nietzsche und Orwell, wenn auch etwas sinnfrei. Alles egal, mittlerweile hat der Social-Media-Profi knapp zwei Millionen Follower gesammelt.
9. In Marseille scheint man jedoch weniger feingeistige Dinge von Barton zu erwarten. So plauderte Barton jüngst in der Presse über seine Rolle in der Mannschaft: »Wir haben viele kreative Leute, aber ich bin der Mann für die schmutzige Arbeit. Als ich gekommen bin, riefen alle ›Barton, hau einfach einen um.‹« Sollte zu schaffen sein.
10. Allerdings scheint die Auslandserfahrung dem aufbrausenden Briten tatsächlich ein wenig die Augen zu öffnen. So schrieb er auf seiner Homepage: »Ich habe mit vielen ausländischen Spieler zusammen gespielt, die ihr Glück in England gesucht haben. Aber ich habe all die alltäglichen Probleme ignoriert, die so ein Wechsel mit sich bringt. Ein neuer Klub, ein neues Land, eine neue Sprache – es ist keine Wunder, warum viele Legionäre ein Jahr brauchen, um ihr Bestes zu zeigen.«
11. Welch menschliche Tiefe tatsächlich in dem vermeintlich dumpfen Rüpel steckt, zeigte Barton zuletzt, als er die Hinterbliebenen der Hillsborough-Katastrophe besuchte. Ganz großer Sport: