Video der Woche (7)

Platzverweis nach fliegendem Schuh

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Unerschöpflich ist der Einfallsreichtum vieler Spieler, wenn es um Gründe geht, sich eine rote Karte abzuholen. Der israelische Nationalspieler Yoav Ziv bewies seine Kreativität im Europapokalspiel von Maccabi Tel Aviv bei Stoke City. Seinen im Zweikampf an der Außenlinie verlorenen Schuh kickte er leicht angesäuert gegen wenige Meter entfernt stehenden Schiedsrichterassistenten. Und auch wenn er sich Bruchteile von Sekunden seiner Schuld bewusst wird und dem Assistenten zur Hilfe eilt, nützt es am Ende nichts mehr: Ziv sah den roten Karton. Man könnte meinen, ein bisschen viel Theatralik für einen nicht gegebenen Freistoß, immerhin lag Maccabi zu diesem Tatzeitpunkt bereits 0:3 zurück.

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Wenn man Zivs Wut nachvollziehen kann, dann muss man auch seine Kurzschlussreaktion verstehen – als Ausdruck einer Kultur, in der Schuhe eine besondere Rolle spielen. Anders als hierzulande gelten Schuhe überall in der arabischen Welt als Mittel, um seiner Verachtung Ausdruck zu verleihen. Wer erinnert sich nicht an die Iraker, die mit ihren Schuhen auf eine gestürzte Saddam Hussein-Statue einschlagen oder an die geworfenen Schuhe, die George W. Bush nur knapp verfehlten? Doch für die Übertragung dieser Sitte auf den Platz hatte der griechische Schiedsrichter kein Verständnis.

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