Transfergerüchte-Weltmeister Luka Modric

Die unendliche Geschichte

Es gibt kaum einen europäischen Spitzenklub, bei dem Luka Modric noch nicht ganz oben auf der Einkaufsliste stand. Während die Medien fast täglich den Beinahe-Wechsel verkünden, spielt der Kroate immer noch bei den Tottenham Hotspur. Eine Chronik aus der Welt der Gerüchte.

Newcastle? Juve? United?

Frühjahr 2008
Viel weiß man bisher noch nicht über den kleinen Spielmacher von Dinamo Zagreb. Trotzdem stehen die Interessenten Schlange. Werder Bremen hatte sich zuletzt bemüht, auch die Bayern, Inter Mailand und der FC Barcelona. Modric sagt, er möchte gerne in England spielen. Alles läuft auf London hinaus. Die Frage lautet einzig: Chelsea oder Arsenal?

April 2008
Umso mehr verwundert es, dass Modric als sicherer Neuzugang von Newcastle United vermeldet wird, die sich gerade im Niemandsland der Tabelle befinden. Zwei Tage später wechselt er dann doch nach London. Der neue Arbeitgeber ist weder Chelsea noch Arsenal. Modric unterschreibt für eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro an der White Hart Lane. Tottenham Hotspur steht ebenfalls im Niemandsland der Premier League.

Oktober 2008
Nach einer guten EM mit einem Sieg gegen Deutschland verläuft die Eingewöhnungszeit in der Premier League zäh. Die italienische »Tuttosport«, Haus und Hofberichterstatter von Juventus Turin, berichtet von einem Lockruf in die Serie A zur Alten Dame. Aber nur, falls der Diego-Transfer von Werder Bremen scheitert.

August 2009
Erstmals schaltet sich Sir Alex Ferguson ein. Modric soll im Tausch mit Michael Carrick plus zehn Millionen Pfund zu Manchester United wechseln. Modric bleibt bei Tottenham. Diego wechselt zu Juventus Turin.

März 2010
Roman Abramowitsch und Carlo Ancelotti haben eine Wunschliste für den FC Chelsea erstellt: Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger und Fernando Torres stehen darauf. Am sichersten aber gilt der Transfer von Luka Modric.

Januar 2011
José Mourinho will Luka Modric und Gareth Bale für die kommende Saison im Paket von London nach Madrid lotsen. Zusammen soll das ambitionierte Vorhaben mehr als 100 Millionen Pfund kosten. »Sie sind den Aufwand wert«, sagt Mourinho.

April 2011
Juve meldet erneut Interesse. Zeit für Alex Ferguson, die Zügel anzuziehen: »Modric ist der beste Spieler der Premier League.« Und wenn Alex Ferguson das sagt, dann will er diesen Spieler auch haben.

Juni 2011
Real Madrid und Manchester United sind plötzlich aus dem Rennen, Modric meldet sich nämlich selbst zu Wort. »Ich würde gerne zu Chelsea wechseln, werde einen Wechsel aber nicht fordern. Das wäre respektlos. Ich hoffe einfach, dass sich alle Parteien einigen können.« Das Angebot von Chelsea soll rund 45 Millionen Euro betragen. Tottenham lehnt ab.

Oder doch Chelsea? Oder Barca?

Januar 2012
Chelsea bleibt hartnäckig. Fernando Torres soll im Tausch mit Modric nach Tottenham wechseln. Allein Torres ist im Januar 2012 keine 45 Millionen Euro wert. Tottenhams Coach Harry Redknapp reagiert mit einem müden Lächeln.

März 2012
Jetzt schaltet sich auch Manchester City ein. Roberto Mancini will alles tun, um den Kroaten im Sommer zu verpflichten. »Er ist definitiv einer der Besten in der Premier League.« Und wenn Roberto Mancini das sagt, wird Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan schon die Schatulle öffnen.

3. Juni 2012
Noch bevor der erste Ball bei der Europameisterschaft rollt, steigt Paris Saint-Germain in den Poker ein. Zu welchen Transfers die Franzosen dieser Tage fähig sind, wird schon wenige Wochen später mit der Personalie Ibrahimovic deutlich. Für Modric bieten die Franzosen aber nur bescheidene 37 Millionen Euro.

6. Juni 2012
Auch Alex Ferguson geht jetzt All-In. Das Angebot unterscheidet sich nicht maßgeblich von dem der Pariser. Laut dem englischen Käseblatt »The Sun« ist jetzt aber alles mit Manchester United klar.

18. Juni 2012
Spanien steht am letzten Spieltag der EM-Vorrunde kurz vor der Heimreise. Kroatien bringt die Spanier dank einer überragenden Leistung von Luka Modric an den Rand der Niederlage. Kurz vor Schluss schiebt Jesus Navas zum 1:0 ein. Kroatien fährt nach Hause. Spanien wird Europameister. Vom angeblichen Interesse des FC Barcelona fühlt sich Modric geschmeichelt.

10. Juli 2012
Jetzt macht Real Madrid ernst. 35 Millionen Euro plus Ricardo Carvalho lautet das Angebot Das Problem: Tottenham will 50 Millionen. Die beiden Klubs aus Manchester kapitulieren und verabschieden sich aus dem Poker.

22. Juli 2012
»Seine Theatralik ist kaum zu ertragen«, sagte Modric einst über Cristiano Ronaldo. Jetzt ist ihm im Gegensatz zum letzten Sommer offenbar jedes Mittel recht, um dessen Teamkollege zu werden. Zum Training ist Modric erst gar nicht erschienen. Als Tottenham zur USA-Reise aufbricht, taucht er nicht am Flughafen auf.  »Er hat die Situation damit nur verschlimmert« ärgert sich Tottenhams Coach André Villas-Boas. Während der Wechsel seit Tagen als so gut wie sicher gilt, sitzt Tottenham wieder einmal am längeren Hebel.

24. Juli 2012
Luka auf der Flucht. Wie die »Sun« erfahren haben will, hat sich Modric mittlerweile in seine kroatische Heimat abgesetzt. Angeblich kriecht er erst wieder aus seinem Versteck, wenn sich die Spurs mit einem Klub auf einen Wechsel geeinigt haben. Interessenten gibt es ja genug. Tottenham reagiert auf diese Drohung und verhängt erst einmal eine Geldstrafe gegen den Flüchtling, der angeblich 100.000 Euro in der Woche verdienen soll. Ein Wechsel ist also nicht in Sicht. Die Fronten hingegen verhärteter als Betonschuhe. Fortsetzung folgt! Garantiert!

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