Tops und Flops der WM

Rasiert und blamiert

Das 7:1 der Deutschen im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien überstrahlt die WM. Doch es gab noch mehr Bemerkenswertes in Brasilien - unsere Tops und Flops.

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DIE TOPS

Deutschland: Das 7:1 im Halbfinale gegen Brasilien lässt die schweren Tage nach dem Zittersieg gegen Algerien wie ein Trugbild erscheinen.

Miroslav Klose: Für einen Salto fehlte Miroslav Klose nach dem Rekordtreffer die Kraft. 16 WM-Tore, was für eine Bilanz. Der entthronte Ronaldo musste fürs brasilianische TV kommentieren.

Thomas Müller: Vorsicht, Miroslav Klose: Dein Nachfolger als Rekordtorschütze steht bereit. Thomas Müller hat auch schon zehn WM-Tore und noch eine paar Jahre Zeit, um nachzulegen.

James: Wer kannte vor der Weltmeisterschaft in Brasilien James Rodriguez? Jetzt kennt den Kolumbianer die ganze Fußball-Welt. Sechs Tore hat James im Turnier geschossen.

Toni Kroos: Sollte der Vertrag bei Real Madrid doch noch nicht fix sein, muss sich Real beeilen. Nach dieser WM scheint jede Fabelsumme gerechtfertigt. Bei der EM 2012 war Toni Kross noch deprimierter Reservist, nun ist der Noch-Münchner auf dem Weg zum besten Spieler der WM in Brasilien.

Manuel Neuer: Der Mann vom FC Bayern München ist der beste Torwart der Welt. Das sagen auch die Gegner. Der Torwart spielt eine irre WM. Auf der Linie und als Libero.

Costa Rica: Das schaffte noch keiner. Drei ehemalige Weltmeister in der Gruppe und alle wurden gedemütigt. Das Team aus Costa Rica musste erst nach dem Elfmeter-Krimi im Viertelfinale gegen die Niederlande die Heimreise antreten. Ein neuer Punkt auf der Fußball-Weltkarte - zumindest für eine WM. Das hat Costa Rica übrigens schon einmal geschafft - bei der WM 1990 in Italien kam das Team über die Vorrunde hinaus.

Howard Webb: Nein, nicht alle Schiedsrichter waren schlecht. Der Deutsche Felix Brych zum Beispiel pfiff ordentlich. Der Engländer Howard Webb im Achtelfinale Brasilien gegen Chile sogar überragend. Im Lichte der vielen krassen Fehlentscheidungen ging das unter.

Südamerika: Der Gastgeber-Kontinent hatte mehr zu bieten als seine Großmächte Brasilien und Argentinien. Mit Leidenschaft und Teamgeist überzeugten vor allem Kolumbianer und Chilenen. Als es drauf ankam, schmissen sich die Conmebol-Teams allerdings gegenseitig aus dem Turnier.

Die Torlinientechnik: Drin oder nicht drin? Das ist nun keine Frage mehr bei Weltmeisterschaften. Die Torlinientechnik hat den Härtetest bestanden. Keiner hätte das Frankreich-Tor gegen Honduras erkannt.

Das Spray: Mitunter dachte man, der Schiedsrichter verwechselt den Fußballplatz mit dem Badezimmer. Aber rasiert wurden nur die Schaumschläger, die beim Freistoß nicht den regelgerechten Abstand zum Schützen einhalten wollten: Das neue Freistoßspray überzeugt. Eine gute visuelle Hilfe für Schiedsrichter und Fans.

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