Top Fünf: Spieler vs. Justiz

Kopfnuss und Sklavenschiff

Wenn man den Medien glauben schenken darf, steht Franck Ribery momentan schon mit einem Bein im Kittchen. Er ist bei weitem nicht der einzige, der sich ins rechtliche Abseits verirrt hat. Unsere Top Fünf. Top Fünf: Spieler vs. Justiz 1.
Franz Hasil


Die österreichische Stürmerlegende Franz Hasil war sturzbetrunken, als er nach einer Feier in ein Taxi stieg, sich aber partout nicht an seine Anschrift erinnern konnte. Nach zehnminütigem Gelalle von Hasil und orientierungslosem Umhergefahre zeigte das Taxameter 83 Schilling. Hasil weigerte sich zu zahlen und verpasste dem Fahrer anstatt dessen eine Kopfnuss. Später wurde er rätselhafterweise freigesprochen. Seine Taxirechnung zahlte er, 17 Schilling Trinkgeld gab es gönnerhaft dazu.

2.
Peter Rohrschneider


Der Hamburger spielte von 1966 bis 1968 beim HSV unter anderem mit Uwe Seeler und Willy Schulz zusammen. Nach seiner Karriere war er als Chemielaborant tätig, bis er 1990 vor die Tür gesetzt wurde. Vom Leben getunnelt, fasste er den Entschluss seinen Lebensunterhalt mit Kurzarbeit zu verdienen und überfiel in zwei Jahren mindestens zehn Banken. »Rohre« wanderte für sechs Jahre in den Bau, schaffte es aber noch mal in die »Bild«, weil er Gefängniswärter als »SS-Schergen« beschimpft hatte. 

3.
Sebastiao Da Veiga


Der Portugiese spielte für die zweite Mannschaft des 1. FCK und Darmstadt 98 in der Regionalliga. Das Amtsgericht Kaiserslautern bezichtigte ihn 2008 »acht vollendeter und zwölf nichtvollendeter Einbrüche«. Da Veiga muss nun für gute zweieinhalb Jahre einsitzen. Auf dem Rasen hatte er anscheinend mehr Talent denn als Langfinger - die Beute der erfolgreichen Einbrüche betrug gerade mal 500 Euro. Als Motiv gab Da Veiga übrigens die schlechte Bezahlung bei den »Roten Teufeln« an.

4.
Lutz Pfannenstiel


Der Weltenbummler geriet 1999 mit dem »Gesetz« aneinander. Während seines Engagements in der malaysischen Liga wurde ihm Spielmanipulation zur Last gelegt. Bestechende Argumentation der Ankläger: Er habe »zu gut« gespielt. Wegen der äußert schwammigen Beweislage wurde die Anklage fünf Mal umgeschrieben, bis Pfannenstiel schließlich eingekerkert wurde. Unschuldig verurteilt, musste der Torwart nach eigenen Angaben jeden Tag statt Bällen die Fäuste seiner Zellenkumpanen abwehren.  

5.
Jonathan Akpoborie


Der Fall Akpoborie(s) ist ein einziger großer Irrtum - so dramatisch, dass sich nun sogar eine Doku der Thematik annimmt. Der zuletzt in Wolfsburg tätige Angreifer war Eigentümer eines Bootes, auf dem angeblich Kinder verschifft wurden, die zur Sklavenarbeit bestimmt waren. Akpoborie wusste von nichts, es gab keinerlei Beweise und es kam nie zur Anklage. Das Medienecho: gewaltig. Der VfL beauftragte Akpoborie die Sache vor Ort zu klären und suspendierte ihn dann in Abwesenheit.

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