Tom Huddlestone, Afro-Mann a.D.

Hairliche Zeiten

Hull Citys Tom Huddlestone trug über Jahre einen Afro, bei dem selbst der junge Paul Breitner vor Neid erblasst wäre. Am Wochenende lief er plötzlich mit Kurzhaarfrisur auf. Was ist passiert?

imago

Auffallen wird heutzutage immer schwieriger. Auch im Fußball. 90 Prozent der Spieler sind tätowiert und 95 Prozent der Spieler tragen farbige Schuhe mit Pfeil- oder Feuerapplikationen. Wer im Fußball als bunter Hund durchgehen will, muss entweder in Field-Interviews Albert Camus zitieren oder was mit seinen Haaren machen.
 
Haare brachten einen im Profifußball schon immer ins Gespräch. Stefan Effenberg ließ sich einst einen Tiger in das Haupthaar färben, Taribo West lief als menschgewordener LSD-Trip auf und Ronaldo rasierte sich vor der WM 2002 ein Warndreieck auf die Stirn. Das tat er übrigens, weil sein Sohn sich beschwert hatte, er würde seinen Vater unter all den anderen Spielern so schwer erkennen.

Mischung aus Bud Spencer und Osama Bin Laden
 
Und weil die meisten Fußballer zu ihren Haaren eine sehr besondere Beziehung pflegen, sind sie seit jeher ein beliebter Wetteinsatz.

Peter Neururer musste sich erst im Mai 2013 die Haare blau-weiß färben, weil sein VfL Bochum den Klassenerhalt geschafft hatte. Zwei Jahre zuvor hatte Dante seinen Afro verwettet, weil sein Team, Borussia Mönchengladbach, ebenfalls die Liga gehalten hatte. Und Matthias Holst, ehemals Spieler bei Hansa Rostock, wollte sich erst wieder rasieren, wenn er wieder zum Einsatz käme. Als es schließlich so weit war, sah er aus wie eine Mischung aus Bud Spencer und Osama Bin Laden.

Huddlestones Afro-Mähne
 
Seit einigen Wochen hält ein Haar-Thema auch England in Atem: Tom Huddlestone von Hull City versprach seine Haare zu schneiden, wenn er ein Tor erzielen würde.


Das Besondere: Huddlestone trug einen Afro, bei dem selbst die jungen Michael Jackson und Paul Breitner neidisch geworden wären. Seine Frisur war das Resultat ehrlicher Arbeit, die beinahe drei Jahre dauerte und die geprägt war von Lotionen, Shampoos und Kopfmassagen. Das alles sollte bald vorbei sein.
 
Das Knifflige: Huddlestone ist ziemlich torungefährlich. Der letzte Treffer war dem Mittelfeldspieler am 20. April 2011 gelungen, damals spielte er noch für Tottenham Hotspur. Seitdem wartete er über 30 Monaten auf ein Tor.

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