Togos Nationaltrainer erhebt Vorwürfe

»Ein Akt der Barbarei«

Togos Fußball-Nationaltrainer Hubert Velud hat nach dem tödlichen Rebellenangriff auf seine Mannschaft schwere Vorwürfe gegen das Organisationskomitee des Afrika-Cups in Angola erhoben. Er fordert die Absage des Turniers. Togos Nationaltrainer erhebt Vorwürfe  »Das war Krieg. Die Organisatoren scheinen das nicht ernst zu nehmen«, sagte der Franzose, der am Freitagabend bei dem Überfall in der angolanischen Exklave Cabinda selbst von einer Kugel am Arm getroffen worden war.

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Zudem sprach sich Velud für eine Absage des Turniers aus. »Sie sollten sich überlegen, den Wettbewerb abzusagen. Es ist ein Akt der Barbarei, während wir hier eigentlich den afrikanischen Fußball feiern wollten«, sagte Velud.

Mittelfeldspieler Alaixys Romao erklärte, Togo werde versuchen, die anderen Mannschaften der Gruppe zum Turnierboykott zu überreden. Kapitän Emmanuel Adebayor hatte zuvor gesagt, niemand sei »bereit, hier sein Leben zu riskieren. Ich denke, dass viele Spieler nach Hause wollen. Sie haben gesehen, wie ein Mitspieler mit einer Kugel im Körper schrie, bewusstlos wurde und das alles.«

Sofern nicht umgehend die Sicherheit gewährleistet werde, sei die Konsequenz die sofortige Abreise der Mannschaft. Der togolesische Verband TFT will die Entscheidung den Spielern überlassen. Bei dem Terroranschlag an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Cabinda waren Assistenztrainer Abolo Amelete und Pressesprecher Stanislas Ocloo getötet worden.

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