Tag der Bekenntnis

Es war Zeit für eine Wurst

Offenbach hat die Abstiegsränge wieder verlassen. Das Unentschieden gegen Freiburg lässt die Kickers wieder vorrücken. Für Kickers-Experte Timo Reith nur kurze Freude, denn es bleibt bei einem hauchdünnen Polster. Heute waren die OFC Fans vom Verein zu ihrer rot-weißen Bekenntnis und damit zahlreichem Erscheinen aufgerufen worden. 9314 Zuschauer folgten letztendlich diesem Aufruf. Der Vorstand hätte zu den Ansteck-Buttons und Luftballon-Massen auch noch Sonnenschein bestellen sollen, dann wären es sicher noch ein paar mehr Kickers-Sympathisanten geworden.

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Die Freiburger begannen sehr stark und quirlig. Die schnell und technisch
sauber gespielten Angriffe ließen unsere Abwehrreihen oft ziemlich alt
aussehen. Es war zu hoffen, dass das überaus ungemütliche Wetter am Bieberer Berg den dunkelhäutigen freiburger Fußballperlen mit der Zeit die Freude am Spiel nehmen würde. Denn so würde es nur eine Frage der Zeit sein, bis ein Ball mal in unserem Netz landen würde. Zu unserem Glück machten die Breisgauer im Abschluss keine gute Figur und verspielten ihre Möglichkeiten ziemlich leichtfertig. Immerhin hatten unsere Jungs in der ersten Hälfte auch ein paar Strafraumszenen zu verbuchen, was die Fans nach dem Auftritt in Gladbach doch sichtlich erfreute. Eine Führung wäre natürlich unverdient gewesen, aber danach fragt uns bei einem Rückstand ja sonst auch keiner.

Zur Halbzeit hatten wir also noch keinen hinten drin, es war Zeit für eine
Wurst. Das dachten sich auch die Spieler und verschwanden in ihren Kabinen.

Mit Ketchup im Mundwinkel und Rindswurstresten zwischen den Zähnen waren wir alle gestärkt für die restlichen 45 Minuten und bangten vor einem erneuten Freiburger Sturmlauf. Doch zum Erstaunen aller blieb der befürchtete Druck und ein übermächtiger Gegner aus. Es sah zwar meistens sehr schön aus, was unser Gegner am Ball zeigte, aber viele ihrer Torschüsse gingen meterhoch an Cesar Thier vorbei. Für einige offensive Akzente in unserem Mittelfeld konnte übrigens der von Beginn an spielende Benjamin Baier sorgen. Er kämpfte wie ein Wilder und schlug ab und an raffinierte Pässe in die Spitze wie wir sie gar nicht mehr gewöhnt sind. Einen Mann wie ihn braucht der OFC, weiter so!

Die Kickers hätten in der zweiten Hälte durchaus den Führungstreffer
erzielen können. Allein das Glück fehlte dabei. Baier war es einmal, der den Ball sehr geschickt an der gegnerischen Toraus-Linie noch zum Stoppen bringen konnte, um dann einen überlegten Pass auf Toppmöller zurück zu spielen, der leider nur den Freiburger Banovic auf der Torlinie anschoss. Kurz darauf traf Suat Türker leider nur die Latte, als er einen Abschlag von Cesar Thier direkt annahm. Das wäre mal wieder ein traumhaftes Türker-Tor geworden, Schade. Die Auswechslungen Baiers und Türkers stießen nach diesen Szenen ein wenig auf Unverständnis. Die kreativen Elemente unserer Mannschaft wurden damit entfernt. Vielleicht waren sie ja aber einfach am Ende ihrer Kräfte.

Gegen Ende passierte dann nicht mehr viel und dem Schiri war dann auch kalt, weshalb er rechtzeitig abpfiff. Es durfte geklatscht werden. Die Leistung des OFC war durchaus ok, viel besser als noch im letzten Heimspiel gegen Wehen. Der Punkt hat uns wieder über die hässliche Linie nach dem 14. Tabellenplatz befördert, das muss für’s Erste reichen. Größere Taten können nun gegen den Retortenklub aus Hoffenheim und im letzten Heimspiel gegen Osnabrück folgen. Die 20 Punkte unterm Weihnachtbaum sollten dabei unser Ziel sein!

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