Supercup in China? Was der deutsche Fußball jetzt noch braucht!

Pjönjang! Pjöngjang! Wir fahren nach Pjöngjang!

Noch immer Sommerpause. Klar, dass manchen Menschen langweilig wird. Wie DFL-Chef Christian Seifert. Er sagt: »Eine Austragung des Supercups in Asien ist denkbar.« Extra für die DFL: Weitere Ideen für die Zukunft des deutschen Fußballs!

Vielleicht, aber nur wenn wir alle miteinander Glück haben, findet der Supercup 2013 (also das Spiel zwischen Meister und Pokalsieger) in China statt! Wäre das nicht toll: Die endgültige Erschließung des asiatischen Marktes, Oliver Kahn als grimmige Speerspitze der chinesisch-deutschen Völkerfreundschaft, kleine Chinesen-Jungs (Mädchen gibt es ja so wenige) in Kevin-Großkreutz-Trikots... Kinder, wär das schön!

Verantwortlich für diesen Coup wäre dann die DFL, eine weitestgehend ehrenamtlich arbeitende, gemeinnützige Organisation für die Erhaltung der hiesigen Fußballfröhlichkeit. Deren Chef Christian Seifert hat der »Bild am Sonntag« gesagt: »Eine Austragung des Supercups in Asien ist denkbar.« Und auch Uli Hoeneß, noch FC Bayern, vielleicht irgendwann mal DFL, wirft sich für unsere asiatischen Freunde in die Bresche: »Ein Supercup-Finale in Asien könnte ich mir durchaus vorstellen. Das wäre eine gute Werbung.« Eben.

11FREUNDE findet: Das ist zwar visionär, aber noch nicht visionär genug. Der deutsche Fußball spielt schon viel zu lange nur in Deutschland, meine Güte, die Bundesliga wird heuer 50 Jahre alt! Hier nun weitere Ideen für die Zukunft des deutschen Fußballs.

33.+34. Spieltag in Nowosibirsk!
Die beiden letzten Spieltage, häufig im Sommer und damit unter sengender Sonne ausgetragen, sind ein bislang ungenutzter Verkaufsschlager. Wie wäre es zum Beispiel, die Partien in einer Art Schnellturnier in Nowosibirsk, einem kleinen, feinen Städtchen im Herzens Sibiriens, stattfinden zu lassen? Im hiesigen Spartak-Stadion finden 12.000 Menschen Platz, gewalttätige Fans werden von der dortigen Polizei höflich aber bestimmt in Umerziehungscamps umgeleitet. Dort lernen die unbelehrbaren Chaoten den Unterschied zwischen Bengalofackel und Schlagstock kennen, sowie die erfrischende Wohltat von Gewaltmärschen durch die sibirische Steppe. Die Fahrtzeit von Dortmund bis Nowosibirsk beträgt schmale 71 Stunden, schneller kommt man aus dem Ruhrgebiet in der Sommerzeit auch nicht ins restliche Bundesgebiet.

Relegationsspiele in Tristan da Cunha!
In der Relegation kommt es mal wieder zu Kracherpartien wie Sandhausen gegen Fürth? Das dürfte auch die 284 Einwohner von Tristan da Cunha im Südatlantik brennend interessieren. Mehr vielleicht sogar als die Menschen in Hamburg, München oder Berlin. Die sympathische Inselgruppe gilt als einsamster Ort der Welt, ist also geradezu geschaffen für die Visionäre von der DFL. Oder, um es mit Uli Hoeneß zu sagen: »Relegationsspiele in Tristan da Cunha könnten wir uns durchaus vorstellen. Das wäre eine gute Werbung.«

»Fuxx«-Wahl in Pelotas!
Pelotas? Da klingelt es doch gleich mal allen Fußballfreunden. Richtig, die Heimat von Emerson Ferreira da Rosa, auch genannt: Emerson. Moderiert von Stefan Effenberg und Oliver Kahn vergibt Sat 1. in der blumigen 330.000 Seelen-Gemeinde den aus mysteriösen Gründen einst eingestellten »Fuxx«. Die DFL, Uli Hoeneß – alle sind sie da. Zur allgemeinen Unterhaltung präsentiert der beliebte Privatsender ein vierstündiges Potpourri von »ran fun«.

Jahreshauptversammlung 1. FC Köln am Kap der guten Hoffnung!
Zwei Fliegen mit einer Klappe für den Karnevalsverein vom Rhein! Ein symbolträchtiger Name für den Startschuss in bessere Zeiten (zum Beispiel: Champions League), sowie ein bislang noch eher schwach erschlossener Werbestandort für Fußball aus der Domstadt. Weiterer Vorteil: Ungeliebte Funktionäre müssen nicht nur aus der Veranstaltung gebuht, sondern können hier gleich über die Klippen gejagt werden. Natürlich nur mit einem Fallschirm aus konfiszierten »Vorstand raus«-Doppelhaltern.

11FREUNDE-Meisterfeier auf Alcatraz!
Das »beliebte Familienmagazin« (interner Rufname) wagt sich gewohnt visionär auf zu neuen Ufern, was würde sich da besser anbieten als die Sonneninsel Alcatraz gleich vor der Küste San Franciscos? Gäste brauchen in Zukunft nicht in nahen Hotels untergebracht zu werden, sondern residieren gleich in putzigen Zwei-Mann-Zellen mit Meeresblick. Noch ein Vorteil: Hat man die geladenen Fußballer erst einmal auf die Insel geschafft, bleiben sie auch dort bis zum bitteren Ende, frühzeitige Verabschiedungen nahezu ausgeschlossen. Mit einem kleinen Augenzwinkern hat die Redaktion immerhin einen möglichen Fluchthelfer am Ausgang postiert: Reiner Calmund.

DFB-Pokal in Pjöngjang!
Alternde Stars in Indien? Eine Fußball-WM in Japan und Südkorea? Trainingslagertour durch Vorderasien? Alles kalter Kaffee. Überlasst den Engländern und Spaniern das längst abgegraste Terrain. Der DFB-Pokal 2013 findet in Pjöngjang statt, einer freizügigen Vier-Millionen-Metropole im Herzen Nordkoreas. Nahezu unerschlossene Märkte! Wohlerzogene Fans mit Klatschpappen, die sich auf Knopfdruck zu herrlichen Choreografien formatieren! 20 Jahre Gefängnisstrafe für die Verwendung von Pyrotechnik! Einen besseren Standort für das große Pokalfinale gibt es auf der Welt nicht. Lasst uns also alle gemeinsam schon einmal üben: Pjönjang! Pjöngjang! Wir fahren nach Pjöngjang!

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