Stammtischfragen an die Bundesliga

Willkommen im Abstiegskampf, Klaus Allofs!

Jippie, Bundesliga! In unserem Bundesliga-Sonderheft fragten wir in guter alter Stammtisch-Manier rein in die Wunden der Liga-Entscheider, die mächtigen Männer aus Dortmund, Bremen oder Mönchengladbach antworteten.

Der Studiotermin fürs Stechen des 
TSG-Hoffenheim-Tattoos ist schon gemacht, Markus Babbel!
»Es gibt die feste Absicht, dieses Tattoo stechen zu lassen, nur leider hat es terminlich bislang nicht gepasst. Zuerst bei mir
nicht, dann bei dem Mann meines Vertrauens in Regensburg nicht. Aber es wird sich schon noch ein Zeitpunkt finden lassen, ganz sicher. Mal sehen, wo es dann hinkommt. Aber bei 190 Zentimetern Körpergröße werde ich schon noch eine geeignete Stelle finden.« (Markus Babbel, Trainer TSG Hoffenheim)

Teure Verkäufe, billige Einkäufe, der VfB spart sich zu Tode, Fredi Bobic!
»Wir wollen sportlich und finanziell clevere Transfers tätigen. Das ist uns während meiner Amtszeit in den vergangenen zwei Jahren ganz gut gelungen. Dass unsere hervorragende Nachwuchsarbeit auch durch Spielerverkäufe finanziert wird, ist auch nicht weiter verwerflich. Ich werde den VfB sicher nicht »zu Tode sparen« – wir versuchen, auch wirtschaftlich mit Weitsicht zu agieren, um die Nachteile gegenüber den Klubs auszugleichen, die einen großen Konzern oder einen Mäzen im Rücken haben. Dass uns Schwaben die Sparsamkeit immer als negative Charaktereigenschaft nachgesagt wird, bringt uns definitiv nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil: Wir sparen uns sogar eine Antwort darauf. Und im Übrigen: Ja, es stimmt. Der Schwabe lebt nicht nur vom Einnehmen, sondern auch vom Nicht-Ausgeben. Und bereits mit sechs Jahren bekommen wir alle in der Grundschule im 
Matheunterricht einen Igel für die Hosentasche!« (Fredi Bobic, Sportdirektor VfB Stuttgart)

Im zweiten Jahr 
in Mönchengladbach verliert Lucien Favre wie schon bei Hertha BSC 
sein magisches 
Händchen, Max Eberl!
»Der Vergleich mit Hertha hinkt. Lucien hat in seinem zweiten Jahr in Berlin um die Meisterschaft mitgespielt. Danach musste Hertha drei Top-Spieler verkaufen und hatte nicht die Möglichkeiten, sie zu ersetzen. Es war abzusehen, dass es dann nicht mehr so gut laufen würde. Wir haben hier eine komplett andere Situation, haben den Vertrag mit Lucien gerade bis 2015 verlängert und sind sicher, dass wir mit ihm weiter erfolgreich zusammenarbeiten werden.« (Max Eberl, Sportdirektor Borussia Mönchengladbach)

Ohne Manager Andreas Rettig und Trainer Jos Luhukay bricht beim FC Augsburg das Chaos aus, Walther Seinsch!
»Diesmal hat der Stammtisch Recht. Wir singen täglich das Lied von Tom Astor: »Dann bricht das Chaos aus, halleluja, darum muss ich mich mental ganz neu sortieren …« Auf alte Säcke wie Peter Bircks und mich wirkt dieses Chaos natürlich wie ein Aufputschmittel – es wird nie langweilig!« (Walther Seinsch, Präsident FC Augsburg)

Im dritten Jahr eskaliert bei Hannover 96 der Rosenkrieg zwischen Manager 
Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka, Martin Kind!
»Ich weiß es zu schätzen, dass 11 FREUNDE provokant ist und häufig auch querdenkt. Aber mit dieser These liegt die Redaktion falsch. Jörg Schmadtke und Mirko Slomka sind mit ihrer hohen Kompetenz, ihrer Professionalität und ihrem zielführenden Handeln wesentliche Eckpfeiler unserer Entwicklung. Beide stehen für den Erfolg von Hannover 96 in der Gegenwart und in der Zukunft.« (Martin Kind, Präsident Hannover 96)

Mit dem Reus-Transfer bricht 
beim BVB wieder der Größenwahn aus, Michael Zorc!
»Marco Reus ist fraglos unser Königstransfer. Die Vorfreude auf ihn hat sich durch seinen starken Auftritt beim 4:2-EM-Sieg gegen Griechenland sogar noch einmal gesteigert. Um Borussia Dortmund muss sich wegen eines Transfers in dieser Größenordnung aber niemand Sorgen machen. Wir haben während der Sommerpause in Shinji Kagawa einen starken Mittelfeldakteur zu einem überzeugenden Kurs an Manchester United abgegeben, und dieser Fakt wird häufig unterschlagen, wenn es um wirtschaftliche Belange geht. Borussia Dortmunds Transferbilanz, und darum geht es letztlich, ist wieder einmal ausgeglichen. Ihnen sei an dieser Stelle versichert: Wir werden unsere Philosophie auch in Zukunft nicht ändern und verpflichten auch weiterhin Spieler, die wir selbst weiterentwickeln können.« (Michael Zorc, Sportdirektor Borussia Dortmund)

Die goldene Generation des 
SC Freiburg ist
  jetzt reif für die Europa League, Christian Streich!
»Ein Ziel wie die Europa League liegt außerhalb unserer Vorstellungskraft. Aber nicht, weil wir direkt in die Champions League wollen. Die anderen Erstligaklubs müssten schon sehr viel falsch machen, wenn wir uns dieses Jahr den Abstiegskampf entgehen lassen würden.« (Christian Streich, Trainer SC Freiburg)

Mit 70 ist man für den Job als Bundesligamanager aber wirklich zu 
alt, Wolf Werner!
»Wissen Sie, selbst nach langer Überlegung fällt mir kein Manager meines Alters ein, der innerhalb von fünf Jahren dreimal aufgestiegen ist. Vielleicht muss man dazu etwas gereifter sein. Auch hierzulande scheint sich dabei die Erkenntnis durchzusetzen, dass Fachkenntnis ein kostbares Gut ist – unabhängig von den biologischen Gegebenheiten.« (Wolf Werner, Vorstand Sport Fortuna Düsseldorf)

Nach dem Verkauf von Mario Mandzukic ist der VfL Wolfsburg wieder eine richtig graue Maus, Felix Magath!
»Graue Mäuse gibt es in der Bundesliga nicht. Dass wir begeisternden Fußball spielen können, haben wir in der Vergangenheit schon oft bewiesen. Daher bin ich mir 
sicher, dass wir den Weggang 
verkraften und in der neuen Saison eher wie Wölfe auftreten werden, die sich nach Europa beißen.« (Felix Magath, Trainer und Geschäftsführer VfL Wolfsburg)

Ohne Pizarro, Wiese und Marin heißt es für den SV Werder Bremen: Willkommen im Abstiegskampf, Klaus Allofs!
»Wenn bekannte Spieler den Verein verlassen, entsteht bei den Fans zwangsläufig eine gewisse Unsicherheit, nach dem Motto: Wie soll es nun bloß weitergehen? Wir waren aber schon immer davon überzeugt, dass in solchen Situationen auch eine große Chance liegt. Zum Beispiel für die Spieler, die schon im Kader standen und sich nun in den Vordergrund spielen können. Und für Neuzugänge. Und da sind wir sicher, dass Lukimya, Gebre Selassie, Elia, Petersen, Wolf und möglicherweise weitere Einkäufe unserem Spiel neue, sehr interessante Impulse geben werden. Wohin uns das am Ende führt? Für eine verlässliche Einschätzung befinden wir uns noch zu früh in der Saisonvorbereitung. Aber die Richtung, nämlich wieder nach oben, die können wir einschlagen. Und wir können alle beruhigen: Unser neues Team haben wir nicht für den Abstieg zusammengestellt.« (Klaus Allofs)

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