Spielanalyse: Hoffenheim-Dortmund

Individuelle Geistesblitze

Der BVB verändert das System und kämpft sich zu einem 3:1-Erfolg im »Schall-Derby« gegen die TSG Hoffenheim. Die Partie in der 11FREUNDE-Spielanalyse.

Die TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund unterscheiden sich wie Tag und Nacht – nicht nur von ihrer Tradition, sondern auch sportlich. Auf der einen Seite stehen die Dortmunder Pressing-Überflieger, auf der anderen Seite der esprit- und aggressionslose Tabellen-Sechzehnte.

Der Hoffenheimer Interimscoach Frank Kramer wollte in einer 4-1-4-1-Formation ein schwieriges Jahr halbwegs versöhnlich beenden. Jürgen Klopp hielt mit einem klassischen 4-3-3 entgegen. Der BVB, sonst im 4-2-3-1 aufgestellt, nutzte diese Formation bereits gegen Manchester City und gegen den FC Bayern. Vor der Partie betonte Klopp, er wolle mit diesem System für Tempo auf den Flügeln sorgen.

Dortmund rochiert viel – zu viel?

In der ersten Halbzeit ging dieser Plan selten auf. Die Dortmunder taten sich schwer mit dem Riegel, den Hoffenheim vor dem eigenen Strafraum aufbaute. Mario Götze und Marco Reus zogen fast permanent in die Mitte, für Breite sorgten nur die aufrückenden Außenverteidiger Lukas Piszczek und Jakub Blaszczykowsky. Dortmund hatte so geballte Kraft in der Spielfeldmitte, welche Hoffenheim aber mit seinem Dreier-Mittelfeld gut konterte.

Bis zur Pause war die Partie dadurch ein zähes Mittelfeldringen. Der BVB versuchte, offensiv mit vielen Rochaden für Wirbel zu sorgen. Dafür bewegten sich Reus und Götze ständig von ihren Positionen, auch Robert Lewandowski wich in die Tiefe bzw. auf die Flügel aus. Jedoch beschränkten sich diese Rochaden zumeist auf die Mitte – der Raum, den der BVB bespielte, war sehr klein. Zudem wirkten die Bewegungen in dem ungewohnten System nicht immer koordiniert, gerade Reus und Götze standen sich des Öfteren auf den Füßen.

Der BVB sammelte zwar 71 Prozent Ballbesitz an, die Mehrheit davon im zweiten Drittel, sie kamen jedoch selten gefährlich vor das Hoffenheimer Tor. Einzig beim Dortmunder Führungstreffer konnten sie einen ansehnlichen Angriff durch die Mitte fahren, Götze zog von links nach innen und schloss ihn mit seiner ganzen individuellen Klasse ab (26.).

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