So zerlegte Marco Reus Eintracht Frankfurt

Die Samstagabendshow

Dortmund siegt trotz einer knappen Dreiviertelstunde in Unterzahl mit 3:0 gegen Frankfurt – dank einer Gala-Vorstellung von Mario Götze, Marco Reus und Ilkay Gündogan. Die 11FREUNDE-Spielanalyse.

Vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt standen in Dortmund die Zeichen auf Wiedergutmachung. Der BVB hatte gegen Leverkusen, Hamburg und Donezk acht Gegentore kassiert - so viele wie seit Anfang 2010 nicht mehr in drei aufeinanderfolgenden Spielen. Wenig überraschend begann der BVB gegen Frankfurt defensivorientierter.

Dortmund überließ von Beginn weg den Frankfurtern den Ball. Der BVB baute sich in einer 4-4-2-Ordnung auf und versuchte, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Frankfurt musste das Spiel machen, was gegen Dortmunds aggressive Spielweise unangenehm ist. Die Gäste nahmen die Herausforderung an und versteckten sich nicht: Die Außenverteidiger und Außenstürmer rückten weit auf und boten sich an. Pirmin Schwegler ließ sich fallen, um das Spiel aus der Tiefe zu machen.

Doch Frankfurt gelang es zu keiner Zeit, ihre 66 Prozent Ballbesitz in Chancen umzumünzen; im Gegenteil, sie spielten den Dortmunder die Bälle in die Füße. Dortmund hatte im Mittelfeld eine Überzahl, da Schwegler tief und die Außenspieler hoch standen; im Mittelfeld fehlten die Anspielstationen. Sven Bender und Ilkay Gündogan gewannen in dieser Zone zahlreiche Bälle. Gegen den Ball war der BVB an diesem Abend kompakt und bissig.

Die Faktoren Subotic und Gündogan

Doch wieso funktionierte die Defensive der Dortmunder von einem Spiel auf den anderen so viel besser? Zwei Rückkehrer trugen ihren Teil dazu bei: Neven Subotic stabilisierte die Abwehr. Seine Präsenz ist wichtig für seinen Nebenmann Mats Hummels. Dieser löst sich gerne aus dem Defensivverbund, um einen Gegenspieler zu attackieren und im Mittelfeld Überzahlen herzustellen. Subotic schaffte es besser als zuletzt Felipe Santana, diese Vorstöße abzusichern, indem er leicht einrückte. Somit konnten Hummels eher zu seinen Vorstößen ansetzen, wie beispielsweise vor dem 0:2, bei dem er den Ball gewann und Reus mit einem schönen Pass einsetzte (9.).

Im Mittelfeld ist Ilkay Gündogan enorm wichtig. Seine abgeklärte Ballbehandlung bringt Ruhe ins Spiel des BVBs. Ballgewinne konnte der BVB auch ohne ihn zuhauf verbuchen; allerdings verloren sie den Ball daraufhin zu schnell. In dieser Partie war Gündogan jedoch der Fixpunkt im Dortmunder Spiel. Er erwies sich als extrem resistent gegen das Frankfurter Pressing und wusste seine Vordermänner einzusetzen. Wenig überraschend hatte Gündogan die meisten Dortmunder Ballkontakte (73) und spielte die meisten Pässe (56, Platz zwei: Bender mit 35).

Vor allem Mario Götze profitiert von Gündogan. Dieser spielt mehr vertikale Pässe als die anderen Dortmunder Sechser, wodurch Götze mehr Zuspiele bekommt und eine bessere Bindung ans Spiel hat. In dieser Partie spielte Gündogan zehn Pässe zu Götze, mehr als zu jedem anderen Mitspieler. Götze münzte diese Zuspiele in Chancen um, da er sich gegen Frankfurts aufgerückte Defensive intelligent bewegte: Wenn die Innenverteidiger im Spielaufbau nach außen rückten, stand er im Zentrum als Anspielstation bereit. Dreifach-Torschütze Marco Reus profitierte wiederum von den starken Assists Götze. Es zeigte sich: Das Duo Götze und Reus ist um ein vielfaches stärker, wenn es von Gündogan ergänzt wird.

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