So schlug Bremen RB Leipzig

Bullen-Bezwinger

Fünferkette schlägt Fünferkette: Werder Bremen macht vor, wie man Leipzig demontiert.

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Der Bundesliga-Tabelle kann man nicht trauen. Die Tabellenpositionen geben in dieser Saison nur bedingt Auskunft über die Kräfteverhältnisse der Liga. Werder Bremen, der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg haben in der Rückrunde mehr Punkte geholt als so mancher Europapokal-Kandidat – und doch stecken sie knietief im Abstiegskampf.

Betrachtet man den Bremer 3:0-Sieg über RB Leipzig nicht nur aus der reinen Perspektive der Tabelle, könnte man ihn fast als folgerichtig bezeichnen. Immerhin befand sich Bremen bereits vor der Partie in der Rückrunden-Tabelle vor Leipzig. Der Tabellen-Fünzehnte konnte nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen auf ein gefestigtes System vertrauen. Der Tabellenzweite hingegen nicht.

Leipziger Fünferkette

RB Leipzig stürmte in der Hinrunde mit dem eigenen 4-4-2-System an die Spitze der Liga. Doch in der Rückrunde zeigt die Formkurve nach unten: Nur zehn Punkte haben sie in der Rückrunde geholt, darunter ein desolates 0:3 gegen den Hamburger SV. Leipzigs 4-4-2 führte nicht mehr automatisch von Erfolg zu Erfolg. Teils lag dies an besser eingestellten Gegnern, teils auch an der geringeren Intensität der Leipziger; durchschnittlich liefen die Leipziger an den ersten zwölf Spieltagen der Saison zwei Kilometer mehr als an den folgenden zwölf.

Es wurde Zeit für eine Veränderung. Gegen Werder Bremen wechselte RB-Coach Ralph Hasenhüttl sein System: Sein Team begann mit drei Innenverteidigern. Gegen den Ball agierte Leipzig in einem 5-2-3-System. Bei Ballbesitz rückten die Außenverteidiger weit nach vorne, es entstand ein 3-2-2-3. Egal, wie man die Formation letztlich bezeichnen möchte: Es war die erste Leipziger Partie ohne jenes 4-4-2-Pressing, das sie seit der vergangenen Zweitliga-Saison fast durchgehend gespielt haben.

Bremens Fünferkette

Bremen begann ebenfalls mit einer Fünferkette. Das 5-3-2-System hatte Trainer Alexander Nouri bereits mehrere Male in der Rückrunde spielen lassen, zuletzt kam es vergangene Woche beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen zum Einsatz.

Dieses System ist stark auf das Zentrum ausgelegt: Die drei zentralen Mittelfeldspieler sichern das Mittelfeld, die beiden Stürmer davor lenken den gegnerischen Spielaufbau. Bremen kann mit diesem System eine hohe Kompaktheit im Zentrum herstellen. Konter wiederum startet Bremen über die Flügel. Die Außenverteidiger sowie der nachrückende Zlatko Junuzovic bewegen sich hierhin.

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