22.05.2013

So kann der FCB die Dortmunder schlagen!

Tod oder Gladiolen

Das Champions-League-Finale bestimmt, ob die Bayern-Saison legendär wird – oder ob man sich dem Spott der Dortmunder hingeben muss. Wie können die Bayern gewinnen? Die 11FREUNDE-Taktikvorschau gibt Tipps.

Text:
Tobias Escher
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Imago

Der FC Bayern spielt eine Saison der Superlative und jagt von Rekord zu Rekord: In der Liga war kein Team je so früh Deutscher Meister, zugleich holten die Bayern den Rekord für die meisten Punkte und für die beste Tordifferenz. Auch international überzeugen sie voll; der Triumph gegen den FC Barcelona war der höchste Halbfinalerfolg der Champions-League-Geschichte. Und doch ist die Saison höchstens halb so viel Wert, sollten die Bayern am Samstagabend das Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund verlieren.

Die Aufgabe wird nicht einfach. Jürgen Klopp scheint den taktischen Schlüssel für das Bayern-Schloss zu besitzen: In den vergangenen drei Spielzeiten konnten die Bayern in neun Duellen nur zweimal gewinnen. Jupp Heynckes‘ Team muss alle Kräfte mobilisieren. Heynckes kann dabei ganz auf die Elf bauen, die den FC Barcelona im Halbfinale besiegt hat.

Das Zentrum dominieren!

Die Rollen scheinen vor dem Finale klar verteilt: Borussia Dortmund dürfte verteidigen und kontern, während die Bayern das Spiel und den Ballbesitz dominieren. Javi Martinez und Bastian Schweinsteiger sind dabei die Fixpunkte im Mittelfeld, in der Abwehr ist Dante für den Spielaufbau zuständig.

Die Bayern müssen dabei aufpassen, dass die Dortmunder nicht das Mittelfeld dominieren. Der BVB wird den Druck auf Martinez und Schweinsteiger hochhalten und dafür eventuell auf ein 4-5-1 mit drei Sechsern umstellen. Hiermit könnte der BVB Schweinsteiger und Martinez kontinuierlich pressen und deren Zeit am Ball minimieren.

Und wie kann der BVB den FC Bayern schlagen? Hier gibt's Antworten>>>

Um dem Druck im Mittelfeld zu entgehen, könnte Schweinsteiger im Spielaufbau tief in die eigene Hälfte gehen. Dazu könnte er zwischen die Innenverteidiger oder auf eine der Außenverteidigerpositionen abkippen. Schweinsteiger hat dies schon öfters praktiziert, auch gegen den BVB. Der Vorteil: Entweder bekommt er mehr Zeit am Ball, wenn der BVB ihn nicht verfolgt – oder er zieht die gegnerische Formation auseinander, wenn sein Gegenspieler ihn tief in der Münchener Hälfte stellt. Aber Vorsicht: Ballverluste sind hier nicht zu verzeihen. Die 1:3-Niederlage gegen den BVB im Februar 2011 leitete Schweinsteiger mit Ballverlusten als abkippender Sechser ein.

Außen liegen die Schwachstellen des BVB

Wenn Dortmund aggressiv gegen das Münchener Zentrum vorgeht, könnten sich Lücken in deren Formation auftun. Ilkay Gündogan neigt in manchen Spielen dazu, zu aggressiv herauszurücken und hinter sich Löcher zu lassen. Allerdings dürfte der BVB in dieser Partie penibel darauf achten, keine Löcher im Zentrum zuzulassen.
Bessere Chancen auf erfolgreiche Angriffe bestehen auf den Flügeln. Dass die Dortmunder Franck Ribéry und Arjen Robben durch einfaches Doppeln bzw. Trippeln von ihren Kollegen isolieren können, wie sie es in den vergangenen Jahren oft taten, ist unwahrscheinlich. Die Bayern haben ihre Spielweise angepasst, sodass sie auf den Flügeln weniger ausrechenbar sind. Einerseits rücken die Außenverteidiger Philipp Lahm und David Alaba weiter auf und unterstützen öfter. Andererseits besetzen Robben und Ribéry nicht mehr starr die Flügel, sondern tauschen immer wieder die Positionen oder ziehen in die Mitte.

 
 
 
 
 
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