Sind Sie ein Absteiger, Michael Preetz?

»Unsere Fans sind Champions League«

Der Stammtisch urteilt, die Bundesliga legt Einspruch ein! In unserem Bundesliga-Spezial haben wir Trainer und Macher der Bundesligisten mit steilen Stammtischthesen konfrontiert. Hier antworten Michael Preetz und Heribert Bruchhagen.

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»Auf und nieder – immer wieder: Und ewig grüßt das Murmeltier, Michael Preetz!«

»Ich weiß ja nicht, wie intensiv sich die 11 FREUNDE normalerweise mit unseren Trainingsinhalten beschäftigen, aber derartige Übungen stehen sicher hin und wieder auf dem Plan. Sollten Sie mit der These allerdings auf unsere sportliche Bilanz der jüngeren Vergangenheit anspielen, bin ich vor der neuen Saison deutlich optimistischer als Sie. Unserem Trainer ist es schon im Zweitligajahr gelungen, den Kader zu einer eingeschworenen Einheit zusammenzuschweißen. Aber: Nicht umsonst haben wir mit Jos Luhukay vielleicht den Experten im Themenbereich »Aufstieg mit anschließendem Klassenerhalt« auf der Bank – man erinnere sich nur an seine großartige Arbeit in Augsburg! Insofern sehe ich unserer gemeinsamen Zukunft in Ruhe entgegen. Unsere Spieler haben dazu richtig Lust auf die Bundesliga, das spürt man von Tag zu Tag. Da arbeitet ein Team zusammen. Auch haben wir uns, entsprechend unserer Rahmenbedingungen, mit sportlich und charakterlich passenden Profis verstärkt. Und, last, but not least, beweisen unsere Fans schon seit Jahren – egal in welcher Liga wir uns bewegten –, dass sie locker auf Champions-League-Niveau spielen. Warum sollte es Hertha BSC also nicht gelingen, das von Ihnen in der provokanten Aussage gemeinte Image der Fahrstuhlmannschaft abzuschütteln? Wir jedenfalls haben vor, diesen Fahrstuhl mit der kommenden Saison außer Betrieb zu setzen. Murmeltiere grüßen wir Herthaner dann nur noch ganz locker im Berliner Zoo ...«

»So eine Zufallssaison lässt sich nicht mehr toppen, Heribert Bruchhagen!«

»Das werden wir ja sehen! Nehmen Sie allerdings die Etats der einzelnen Klubs als Maßstab und den daraus wahrscheinlich eintretenden Erfolg, dann wird Eintracht Frankfurt nur schwerlich an den Erfolg der letzten Saison anknüpfen können. Im letzten Jahr sind einige Klubs, die uns wirtschaftlich überlegen sind, aus unterschiedlichsten Gründen hinter ihren Erwartungen geblieben. Hinzu kommt die  höhere Mehrbelastung durch die Teilnahme im europäischen Fußball, die auch an uns nicht spurlos vorbeigehen wird. Und das Auftaktprogramm von Eintracht Frankfurt in der neuen Saison hat bei uns auch keine großen Jubelstürme ausgelöst: Vier Auswärtsspiele und zwei Heimspiele ausgerechnet gegen die zurzeit besten Mannschaften Europas ist schon heftig. Aber wissen Sie, was das Schöne an einem Fußballspiel ist? Die Menschen gehen zum Fußball, weil sie nicht wissen, wie ein Spiel ausgeht.«

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