Einen Punkt Vorsprung hat die TSG Hoffenheim als 16. auf den Vorletzten Augsburg, vier sind es auf Schlusslicht Fürth. Wenigstens der Abstiegskampf verspricht bis zum Ende spannend zu bleiben – zumal der VfB Stuttgart zuletzt eindrucksvoll seine Ambitionen untermauert hat, in dieser Angelegenheit ebenfalls noch ein Wörtchen mitzureden. Wenn die Schwaben ihre Serie (fünf Niederlagen hintereinander) fortsetzen, brauchen sie nur noch drei Spiele, um sich endgültig als Abstiegskandidat zu positionieren. Da ist es natürlich sehr praktisch, dass sie am Wochenende bei der TSG Hoffenheim spielen.
Wird Tasmania Berlin endlich einen Negativrekord los?
Leider wohl wieder nicht. Die Berliner waren in der Saison 1965/66 sooooo schlecht, dass nicht einmal die Spielvereinigung Greuther Fürth ihre Negativrekorde unterbieten wird. Bei der Zahl der Siege (zwei) sind die Fürther schon jetzt so weit wie Tasmania am Ende der Saison. Bei den erzielten Toren fehlen dem Neuling nur noch zwei, um die Berliner (15) zu überholen. Dafür ist Fürth noch aussichtsreich im Rennen, die Negativmarke eines anderen Berliner Klubs zu unterbieten. Hertha BSC blieb 2009/10 in 16 Heimspielen hintereinander ohne Sieg. Die Fürther sind zu Hause seit Saisonbeginn bereits elfmal sieglos geblieben.
Wer qualifiziert sich für die Europa League?
Der kleine der beiden EuropapokalWettbewerbe ist für die Hälfte der Bundesligisten das Ziel ihrer Träume – zumindest so lange, bis sie dann tatsächlich daran teilnehmen. Dann kommen die Klagen über unattraktive Gegner aus den Tiefen des alten Sowjetreiches, über dämliche Anstoßzeiten und fehlende Ruhepausen bis zum nächsten Bundesligaspiel. Aber das soll die Spannung im Kampf um Platz sechs jetzt noch nicht schmälern. Die halbe Liga darf sich noch Hoffnungen auf die Teilnahme an der Europa League machen. Den Fünften – Freiburg – trennen vom Elften – Bremen – gerade drei Punkte. Selbst Stuttgart auf Platz 14 liegt nur weitere drei Punkte zurück. Das verspricht bis zum Schluss an jedem Spieltag ein neues Endspiel.
Wer kann die Bayern noch ärgern?
Natürlich ihr neuer Lieblingsfeind Borussia Dortmund. Schließlich gibt es nicht nur die Bundesliga. In knapp zwei Wochen treffen die momentanen Giganten des deutschen Fußballs im Viertelfinale des DFB-Pokals aufeinander. Nur zur Erinnerung: Die Bayern haben seit sechs Spielen nicht mehr gegen den BVB gewonnen. Richtig ärgern würde die Münchner aber nicht nur ein Ausscheiden im DFB-Pokal, sondern vor allem ein anderes Szenario: Sie selbst holen sich nach zwei Jahren Pause endlich die Meisterschale zurück, müssen aber dann tatenlos zuschauen, wie Borussia Dortmund zwei Wochen später in London die Champions League gewinnt.