Sergio Busquets, Barcas wichtigster Mann

Nahezu perfekt

Seine Trainer lieben, seine Mitspieler brauchen ihn: Sergio Busqets ist der große Stratege im Mittelfeld des FC Barcelona.

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»Er ist nahezu perfekt«, schwärmt Barcelona-Trainer Luis Enrique. Nein, es geht nicht um Lionel Messi. Jeder kennt Messi. Jeder kennt seine Sturmpartner Neymar und Luis Suárez. Doch Enrique spricht von Sergio Busquets. Das ist eben jener Schlacks im Mittelfeld der Katalanen, der allzu oft im übermächtigen Schatten der Messis und Neymars verschwindet. Das Blitzlicht gehört ihnen. Doch ohne Busquets, ohne ihren Strategen könnten sie nicht Tore am Fließband erzielen. In dieser Saison waren es wettbewerbsübergreifend 121 Treffer.

Für Busquets stehen derweil ganze drei Scorerpunkte zu Buche. Man muss trotzdem kein Fußball-Nerd wie Pep Guardiola sein, um den Wert von Barças Sechser zu verstehen. Spricht aber Guardiola über Busquets, fallen Sätze wie: »Er versteht Nachrichten augenblicklich, er weiß, was das Team braucht, und passt sich klug an.«

Kein Blutgrätscher

Der 26-Jährige, dessen Vater als Torhüter in den neunziger Jahren zusammen mit Guardiola, Busquets großem Vorbild, für Barça spielte, lernte sein Handwerk in der berühmten Jugendakademie La Masia. Wie ein Musterschüler wirkt er auf den ersten Blick allerdings nicht. Er ist weder agil, noch äußerst schnell mit dem Ball am Fuß. Trotzdem ist Busquets' Aufstieg auch ein Produkt der Modernisierung (oder Barcelonaisierung) des Fußballs. Der Sechser auf hohem Niveau ist kein Abräumer mehr, kein eisenharter Blutgrätscher.

Beim Champions-League-Sieg der Katalanen im Jahr 2006 stand noch ein gewisser Mark van Bommel auf dem Platz. Zwei Jahre später übernahm Guardiola das Ruder bei der ersten Mannschaft Barças und mit ihm wurde der junge Sergio Busquets Stammspieler im Mittelfeld.

Herrscher über Raum und Zeit

Ganz nach Guardiolas Geschmack braucht er den Defensivzweikampf erst gar nicht zu führen. Er weiß, wie man ihn umgeht. Er antizipiert Passwege, erahnt Bewegungen des Gegners. Nicht selten lassen seine Teamkollegen den Raum um Busquets herum weit offen. 30 mal 30 Meter gehören ganz allein ihm. Doch das ist kein Harakiri, denn zumeist behält er die Kontrolle, ist Herrscher über Raum und Zeit hinter Messi und Co.

Für Grätschen ist Busquets zu ungelenk. Für Eins-gegen-Eins-Duelle zu behäbig. Es sind Übersicht und Spielverständnis, die ihn auszeichnen. »Sergio verfügt über enorm viel Übersicht und Ruhe am Ball«, beschreibt Albert Benaiges, einstiger Guru von La Masia, seinen früheren Schüler.

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