Schauspieler und ihre Lieblingsvereine

Zwei Nasen flanken super!

Für unsere neue Ausgabe sprachen wir mit Schauspieler Bjarne Mädel über den HSV, Pinkelrituale und »Breaking Bad«. Ergänzend dazu: Acht Schauspieler und ihre Vereine.

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Heft: #
144

1.
Mike Krüger
u.a. »Piratensender Powerplay«, »Die Supernasen«
 
Wenn einer diese Liste anführen muss, ist das, na klar, Mike Krüger. Der Comedian macht seit den sechziger Jahren alle Höhen und Tiefen des HSV mit: Europapokalsiege, Meisterschaften und Fast-Abstiege. Während der Ära Dr. Peter Krohn musste Krüger sogar mal als Linienrichter im Training ran, während die Spiele in rosa Trikots aufliefen. Manager-Präsident Krohn dachte, solche Maßnahmen würden mehr Fans und vor allem Frauen ins Stadion locken. Sie kamen, natürlich, denn Krüger war damals schon ein Gewinnertyp. So auch an der Torwand im »Sportstudio«, als er einmal fünf Stück versenkte und danach sagte: »Das waren fünf Stück für den HSV!«

2.

Daniel Brühl
u.a. »Good bye, Lenin« und »Inglourious Basterds«
 
Große Ehre: Vor zwei Jahren durfte Daniel Brühl in Sebastian Groblers Film »Der ganz große Traum« Konrad Koch spielen. Dieser war immerhin der Mann, der 1874 den Fußball aus England nach Deutschland brachte. Brühl, Sohn einer Spanierin und eines Deutschen, lebt zeitweise in Barcelona und geht häufig ins Nou Camp. In einem Interview verriet er der »Frankfurter Rundschau« einmal, dass er »schwer hinter eine Dauerkarte für Barca her« sei. Später wollte die »Zeit« wissen, wie sehr er wirklich mit seinem Lieblingsklub mitfiebere. Der Schauspieler antwortete: »Ich trage kein Barcelona-Arschgeweih.« Wie wir zum Beispiel.
 
3.
Nora Tschirner
u.a. »Soloalbum«, »Keinohrhasen«
 
Wie Daniel Brühl durfte auch Nora Tschirner mal in einem Fußballfilm mitwirken (»FC Venus – Angriff ist die beste Verteidigung«), der heute noch Fußballfans aus ganz Deutschland in Atem hält. Im Zuge des Kinostarts durfte sie allerhand Interviews zum Thema Fußball geben. Mal sagte sie »Ich bin kein Fußballfan«, mal: »Ich bin Dortmund-Fan«. Und einmal verriet sie: »Ich liebe den HSV«. Das wiederum fanden die HSV-Fans so toll, dass sie bei einem Spiel ein Banner präsentierten, auf dem zu lesen war: »Lang lebe Nora Tschirner«.

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4.
Uwe Fellensiek
u.a. »Manta, Manta«, »SK Kölsch«
 
Im Gegensatz zu Tschirner kennt Fellensiek nur einen Verein, und das ist der VfL Bochum. Gepackt wurde er in der Saison 1967/68, als der Klub sensationell das DFB-Pokal-Finale erreichte. Prägend war auch das 5:6 gegen den FC Bayern 1976. Im Interview mit 11freunde.de berichtete er kürzlich: »Wir führten nach 53 Minuten mit 4:0 – und verloren am Ende durch ein Tor von Uli Hoeneß in letzter Minute. Viele Zuschauer im Stadion sind damals in Ohnmacht gefallen. Ich habe das aus nächster Nähe erlebt. Ich war damals mit einem Mädchen im Stadion, statt auf den Rasen zu schauen, sah sie mich die ganze Zeit an. Ich zu ihr: »Baby, da unten musst du hingucken, da passiert gerade was Großes!« Da verdrehte sie plötzlich die Augen und klappte zusammen. Die Enge in der Menge, die Aufregung, das war ihr wohl zu viel geworden. Irgendwie schleppte ich sie zu den Sanitätern, es dauerte viel zu lange, bis sie wieder bei Sinnen war. Ich musste doch wieder in Kurve, das war das Spiel des Jahres!«
 
4.
Antonio Banderas
u.a. »Once Upon a Time in Mexico«, »The Mask of Zorro«
 
Von Uwe Fellensiek zu Antonio Banderas ist es nicht weit. Der Spanier wollte eigentlich Fußballprofi werden, bis ihn eine Fußverletzung im Alter von 14 Jahren zum Aufgeben zwang. Seinem Heimatklub, dem FC Malaga, blieb er bis heute treu. Und spätestens seit das Team in der vergangenen Saison das Champions-League-Viertelfinale erreichte, war den Millionen Fernsehzuschauern klar, welch Fanprominenz auf der Tribüne des FC Malaga sitzt: Nach Roque Santa Cruz’ Tor zum 2:0 gegen den FC Porto sprang Banderas, bekleidet mit Klub-Schal und –Mütze, minutenlang auf und ab. Auch gegen den BVB war Banderas im Stadion. Nach dem 0:0 im Hinspiel war er zuversichtlich: »Wenn wir im Rückspiel treffen, wird es schwer für Dortmund.« Er sollte recht haben.

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