Schalke-BVB in der Analyse

Fußball gab's übrigens auch

Der BVB siegte im Revierderby auch, weil er in der zweiten Halbzeit die Schalker eiskalt auskonterte. Warum diese Taktik aufging, erklärt die 11FREUNDE-Taktikanalyse.

imago

Nach dem Revierderby zwischen Dortmund und Schalke am Samstag lief sofort die Empörungsmaschinerie an. Bei all den Debatten um Pyrotechnik und sogenannte »sogenannte Fans« wurde fast vergessen, dass auf Schalke auch noch ein Fußballspiel stattfand. Das erste Revierderby der Saison wurde von beiden Seiten ersehnt. Dortmund wollte sich für die Niederlagen der vergangenen Derbys revanchieren, Schalke nach einigen schwierigen Wochen die Stimmung herumreißen.

Schalkes linke Seite

Schalkes Trainer Jens Keller hatte sich gut auf den Gegner vorbereitet und seine Mannschaft dementsprechend aufgestellt. 40 Prozent der Dortmunder Angriffe liefen in dieser Saison über die rechte Seite. Der BVB überlädt diese Seite häufig mit dem aufrückenden Rechtsverteidiger Kevin Großkreutz und Marco Reus, der von der linken Seite einrückt. Keller stellte auf dieser Seite drei gelernte Verteidiger auf, um Dortmund auszubremsen. Dennis Aogo lief als Sechser auf und Sead Kolasinac als Linksverteidiger. Christian Fuchs hatte als Linksaußen die Aufgabe, Großkreutz zu bewachen.




So gut diese Idee auf dem Papier war, leider ging sie auf dem Feld nicht vollends auf. Einen großen, schwerwiegenden Fehler gab es nicht, meist gelang es den Schalkern sogar ganz gut, Dortmunds rechte Seite zu neutralisieren. Beim Führungstreffer jedoch rückte Fuchs zu energisch heraus, um Subotic zu attackieren. Der BVB hatte dadurch mit Großkreutz, Reus und Lewandowski auf rechts eine Überzahl, die sie schnell und konsequent ausspielten. So erzielte der BVB das wichtige erste Tor ausgerechnet über jene Seite, die Schalke schließen wollte.

Dortmund zieht sich zurück

Dieses Führungstor spielte Dortmund in die Karten. Nach rund einer halben Stunde zogen sie sich weiter zurück. Klopps Team verließ sich auf die eigene Defensive. Diese weiß in dieser Saison sehr zu überzeugen: Die Abstände in den Ketten sind nahezu immer perfekt, sodass es für den Gegner schwer ist, Lücken zu finden.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder die Diskussion einen unschönen Ton annimmt, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen!