Saisonvorschau 2014/15: SC Freiburg

Push it to the limit

Bis zum Ligastart analysieren wir für euch den Ist-Zustand aller Bundesligisten. Die 11FREUNDE-Saisonvorschau macht einen Stopp im beschaulichen Breisgau.

imago

Das ist neu:

Erstaunlicherweise gar nicht so viel, zumindest für Freiburger Verhältnisse. Zwar wurden über den Sommer mal wieder zwölf Spieler abgegeben, darunter aber nur zwei Stammspieler. Dass es sich dabei um den frisch gebackenen Weltmeister Matthias Ginter und Stammkeeper Oliver Baumann handelt, ist für den SC höchst ärgerlich, aber nicht mit dem Aderlass der letzten Sommertransferperiode zu vergleichen. Mit Sascha Riether kehrt ein Freiburger Eigengewächs an den Dreisam zurück. Vergangenes Jahr stieg der Mann, mit der geballten Erfahrung aus zwei Länderspielen, noch mit dem FC Fulham und Felix Magath aus der Premier League ab. Vor diesem Schicksal soll er Freiburg nächste Saison möglichst bewahren. Wer die Nachfolge von Oliver Baumann im Tor der Breisgauer einnehmen wird, darüber wird Christian Streich wohl bis zum Pokalauftakt in Trier noch brüten. Mit Sebastian Mielitz und Roman Bürki stehen zwei Keeper gleicher Güteklasse im Kader.

Das fehlt:

Ein neues Stadion. Seit Jahren planen die Verantwortlichen in Freiburg den Bau einer neuen Heimat für den SC. Ohne diese wird es den Verein laut Vorstand Fritz Keller in seiner jetziger Form in fünf bis zehn Jahren nicht mehr geben. Um das zu verhindern, soll ein Teil der 17 Millionen Euro aus den Transfers von Ginter und Baumann auch direkt in das Großprojekt fließen. Die Gelder können demnach nicht reinvestiert werden, womit der SC an Qualität auf dem Platz einbüßen könnte. Aber alte Leistungsträger finanztechnisch nicht adäquat zu ersetzen, gehört ja quasi zu den Kernkompetenzen von Christian Streich.

Das fehlt nicht:

Das Underdogfeeling. Eigentlich kaum zu glauben, dass Freiburg nun schon in seine sechste Bundesligasaison in Folge geht. Nur mal zum Verständnis: während der SCF sich Jahr um Jahr über dem Strich hielt, sind Vereine wie Hertha BSC, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln, Gladbach und, wäre die letzte Saison halbwegs realitätsnah verlaufen, auch der HSV abgestiegen. Aber auch wenn sich der Kader der Breisgauer dem gemeinen Bundesligazuschauer mittlerweile eingeprägt hat, so richtig nach Bundesliga klingt das Ganze irgendwie immer noch nicht. Vor allem in der Defensive muss Christian Streich wieder ganz tief in die Trickkiste greifen, damit die Freiburger auch in ihr siebte Erstliga-Saison erleben. 

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