12.06.2012

Russlands Stars sind heimgekehrt

Home Sweet Home

Vor vier Jahren zog die Sbornaja aus, Europa zu erobern. Arschawin, Schirkow und Pawljutschenko feuerten sich auf die Einkaufszettel der englischen Premier League. Heute spielen sie wieder in der russischen Heimat. Mit Erfolg.

Text:
Sebastian Stier
Bild:
Imago

Ein Haken und noch einer. Eine Körpertäuschung und noch eine. Roman Hubnik wurde ganz schwindelig. Jedenfalls hatte der Tscheche sichtlich Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Roman Pawljutschenko, Hubniks Gegenspieler, narrte den Verteidiger von Hertha BSC nach Belieben. Um das Debakel für Hubnik perfekt zu machen, hämmerte Pawljutschenko den Ball im Auftaktspiel zwischen Russland und Tschechien auch noch in den Winkel. 4:1. Es war der glanzvolle Schlusspunkt einer glanzvollen russischen Vorstellung. Russland kombinierte, Russland rannte, Russland traf. Ein Sieg heute gegen Gastgeber Polen und der Einzug ins Viertelfinale wäre perfekt.

Die Art und Weise, die Leichtigkeit, mit der die Russen ihr erstes Spiel in der Gruppe A gewannen, erinnerte an die EM vor vier Jahren. Beim Turnier in Österreich und der Schweiz war Russland mit viel Tempo und schön anzusehendem Kombinationsfußball bis ins Halbfinale gestürmt. Die Mannschaft ist die gleiche – nur vier Jahre älter. Personell gab es kaum Veränderungen. Russlands Trainer Dick Advocaat vertraut einer eingespielten Einheit. Auffällig dabei: Beinahe alle Spieler stehen bei Vereinen der heimischen Premjer Liga unter Vertrag. Im EM-Kader befinden sich mit Marat Ismailow von Sporting Lissabon und Fulhams Pawel Pogrebnjak nur zwei Spieler, die im Ausland spielen. Gegen Tschechien kamen sie nicht zum Einsatz.

London Calling

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