14.05.2012

Rummenigges Bankett-Rede im Wortlaut

»Das war eine Blamage!«

Nach dem 2:5-Debakel im Pokal-Endspiel gegen den BVB hat Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom eine kritische Bankett-Rede gehalten. Lest sie hier im Wortlaut.

Text:
SID
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Imago

Rummenigge forderte die Mannschaft um Trainer Jupp Heynckes auf, »sich kritisch zu hinterfragen, um jetzt nicht auch noch den Traum vom Finalsieg in der Champions League am kommenden Samstag zu gefährden«.  

Die Bankettrede von Karl-Heinz Rummenigge im Wortlaut:  

»(...) Wir haben ein paar Herren, die ich sehr herzlich begrüßen möchte. Wolfgang Niersbach, neugewählter Präsident des DFB, ich darf dich sehr herzlich begrüßen. Du hast gestern gesagt, (...) du gehst erst zum Verlierer und dann zum Gewinner. Dann habe ich gesagt, er kommt hoffentlich etwas später - jetzt ist es etwas früher geworden. (...) Dann möchte ich Franz Beckenbauer sehr herzlich begrüßen, unseren Ehrenpräsidenten. Ich habe den Franz eben noch im Fernsehen gesehen, er hat nicht sehr glücklich ausgeschaut - wie wir alle, die wir hier jetzt sitzen. (...)

Wenn ich etwas zu dem Spiel sagen darf: Ich glaube, das war ein Abend, der keinem gefallen hat, der hier sitzt. (...) Mein alter Trainervater Dettmar Cramer hat mir immer geraten, an solchen Abenden, die auch mal weh tun können, die ehrliche Meinung kundzutun. Das möchte ich auch.  

»Jedes Tor der Dortmunder ist dann wie so eine Watschn «

Ich glaube, dass wir aus diesem Spiel die richtigen Lehren ziehen müssen. Wenn man 2:5 verliert ist das kein Zufall, dann ist das auch nicht Pech, sondern man muss klar und deutlich sagen: Das war eine Blamage, die wir heute Abend erlebt haben (Applaus). Jedes Tor der Dortmunder, das wir erlebt haben, ist dann wie so eine Watschn.  

Trotzdem möchte ich jetzt nicht auf die Mannschaft zu kritisch reagieren, weil ich der Meinung bin, das war verdient für Borussia Dortmund. Das müssen wir akzeptieren und auch respektieren, dass wir eben eine Mannschaft in dieser Republik haben, die im Moment national über uns steht, besser ist. Die sind nicht durch Zufall deutscher Meister geworden. (...) Das müssen wir versuchen zu respektieren, zu akzeptieren und vielleicht in naher Zukunft korrigieren.

>> Forever Number Two: So lief das Pokalfinale

Wir haben ein ganz wichtiges Spiel am Samstag, das Finale in der Champions League. Ich glaube, wenn alle heute bereit sind, sich kritisch zu hinterfragen, warum, wieso, was ist heute Abend passiert, dass wir ein solches Spiel in dieser Art und Weise und mit diesem Ergebnis verloren haben, dann haben wir eine Chance, am nächsten Samstag möglicherweise mit diesem einen, dem wichtigsten Titel, der im Klubfußball zu vergeben ist, dazustehen.

»Wir müssen korrigieren, was wir uns eingebrockt haben«

 
 
 
 
 
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