Rückrundenvorschau 2015/16 (3)

»Meister werden die Bayern nicht«

Hasst Uli Hoeneß den FC Bayern zum Meistertitel? Oder holt Aubameyang die Schale? Und was zum Geier macht eigentlich die Hertha da oben? Unsere Rückrundenvorschau weiß Antworten.

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FC Bayern München
Bundesliga: Platz 1
DFB-Pokal: Viertelfinale
 
Transfers:
Es kamen: –
Es gingen: Sinan Kurt (Hertha BSC), Gianluca Gaudino (FC St. Gallen), Jan Kirchhoff (AFC Sunderland)
 
Das ist außerdem neu:
Uli Hoeneß. Nun, so neu ist der ja nicht, könnte man einwenden. »Neu« aber zumindest in dem Sinne, als dass Bayerns Ex-Manager/Präsident/Wurstfabrikant/Allaround-Superboss die Säbener Straße nach Halbierung seiner Haftstraße fortan wieder ohne Fußfessel betreten kann. Was eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass es nur eine Frage von Tagen ist, bis sich Hoeneß zurück in die Chefetage des Rekordmeisters gekrachledert hat. Und dann, Freunde, zieht euch warm an. Denn in jener Hauptversammlung 2013, in der Hoeneß seine Rückkehr mit den Worten »Das war’s noch nicht« angekündigt hatte, sagte er auch, dass »Hass ein Wegbegleiter« für ihn geworden sei. Und das von einem Mann, der bereits vor seiner Verurteilung samt öffentlich ausgekippter Häme nicht unbedingt der entspannteste Mensch unter der Sonne war. Wir gehen dann schonmal in Deckung

11FREUNDE-Prognose:
Leute, kommt schon. Ihr wisst es, wir wissen es, die Bayern wissen es und alle anderen eigentlich auch: Am Ende der Saison steht der Meistertitel.


Borussia Dortmund

Bundesliga: Platz 2
DFB-Pokal: Viertelfinale
 
Transfers:
Es kamen: –
Es gingen: Jonas Hofmann (Gladbach) Adnan Januzaj (Manchester United)
 
Das ist außerdem neu:
Langeweile. Sieht man mal von der Debatte rund um die Wahl des Trainingslager-Landes (Dubai) ab, gab der BVB in der Vorbereitung ein extrem entspanntes Bild ab. Reus wieder fit, Weidenfeller verlängert, Weigl will bleiben, ja sogar Dauertribünengast Moritz Leitner spielte sich plötzlich in den Vordergrund. Dementsprechend wurden auch die Testspielgegner mit 4:0, 4:1 und 3:1 weggefiedelt, was sportlich natürlich schön und gut ist. Trotzdem hätten wir Krawallos uns mal einen Dönerwurf oder wenigstens eine kleine Kopfnuss im Trainingskick gewünscht. Aber man kann eben nicht alles haben.


11FREUNDE-Prognose:
Tja, folgt man Pierre-Emerick Aubameyang, dürfte für die Dortmunder nichts Geringeres als der Titel rausspringen. »Meister werden die Bayern nicht«, tönte der Gabuner, und wir sind uns nicht sicher, ob er möglicherweise die Bedeutung der Zahl 8 nicht verstanden hat – denn genau so viele Punkte Rückstand hat sein BVB auf die Bayern –, oder ob Aubameyang nicht so genau mit dem Regelwerk vertraut ist, das ja ganz klar besagt, dass die Deutsche Meisterschaft an den Ersten und eben nicht an den Zweiten geht. Und so gerne wir Aubameyang in Sachen Haarschnitt, Schuhmode, Lieblingssuperheld oder Wahl des Autos folgen, bei seiner Prognose müssen wir leider widersprechen und sagen: Für den BVB bleibt nur der zweite Platz.


Hertha BSC
Bundesliga: Platz 3
DFB-Pokal: Viertelfinale
 
Transfers:
Es kamen: Sinan Kurt (Bayern München)
Es gingen: Marius Gersbeck (Chemnitzer FC)
 
Das ist außerdem neu:
Erfolg. Dass die Hertha um die Champions-League-Plätze mitspielt, erschien uns vor der Saison ähnlich wahrscheinlich wie eine Fahrt mit der BVG, ohne dass jemand einen Döner isst, irgendjemand »Hit the Road, Jack« auf einer Plastiktrompete spielt oder ein Betrunkener in die Bahn reiert. Aber gut, es passieren die verrücktesten Dinge, unter Pal Dardai hat die Hertha eine erstaunliche Konstanz an den Tag gelegt und sich den dritten Rang, man muss es so sagen, redlich verdient. Natürlich auch, weil viele andere Teams geschwächelt haben, aber gut. Trotzdem freuen wir uns mit der Alten Dame und feiern sie mit einem Trompetensolo. Oder mit einen Döner. Mal gucken.

11FREUNDE-Prognose:
Schwierig. Prinzipiell würden wir sagen, dass der Höhenflug der Hertha in nicht allzu ferner Zukunft ein jähes Ende finden würde. Das haben wir allerdings nach jedem einzelnen Sieg der Berliner in der Hinrunde auch gedacht, nur um anschließend Lügen gestraft zu werden. Und: Der Trend spricht für die Hertha: Ob Leicester in England, Celta Vigo in Spanien, Angers SCO in Frankreich – Überraschungsmannschaften scheinen ein europaweites Phänomen zu sein. Und da wir Friedrichshain-Hipster sind und jedem noch so dämlichen Trend hinterherhecheln, sagen wir: Die Hertha schafft sensationell die Qualifikation zur Champions League.

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