Rebell und Rüpel: Die verrücktesten Geschichten von Vinnie Jones

»Ich werde euch alle umbringen lassen!«

Er bedrohte seinen Trainer mit einem Gewehr, er griff Paul Gascoigne in die Familienplanung und trat die härtesten Treter einfach noch härter um – Vinnie Jones ist ohne Zweifel der größte Rüpel, den die europäische Fußballgeschichte hervorgebracht hat. Passend zu unserem 11FREUNDE-SPEZIAL »Rebellen - die wütenden Männer des Fußballs« erzählen wir seine wildesten Geschichten.

Der tote Opa
Wann ist ein Mann ein Wahnsinniger? Etwas irritiert nahmen englische Medien jedenfalls einst das Bekenntnis von Vinnie Jones auf, als der verriet, »fast jeden Tag« mit seinem Opa zu sprechen. Das Irritierende: der Großvater des Fußballers starb bereits 1977.

Die Anfield-Entweihung
Legendär ist die Jonesche Kontaktaufnahme vor einem Spiel gegen den FC Liverpool anno 1986 mit LFC-Legende Kenny Dalglish. Zitat: »I´m gonna rip your head off and shit down the hole!« Die Übersetzung sparen wir uns an dieser Stelle. Ach ja: Kurz zuvor hatte Jones noch demonstrativ das für Liverpudlians heilige »This is Anfield«-Schild angespuckt. Manieren hat der Mann ja.

Der Tritt gegen den Treter
Zwei Jahre später traf Jones mit seinem FC Wimbledon im FA-Cup-Finale erneut auf den FC Liverpool. Vor dem Anpfiff überraschte Wimbledons Treter Nummer Eins mit der Aussage, er habe großen Respekt vor Liverpools Haudegen Steve McMahon – einem blonden Hünen, der sich bereits seit Jahren mit ausgewiesen heftigen Zweikämpfen einen Namen gemacht hatte. »Wenn wir den stoppen, stoppen wir auch Liverpool«, wurde Jones zitiert. Gesagt, getan. Nach wenigen Minuten grätschte Jones McMahon so wüst über den Haufen, dass der tatsächlich kurz behandelt werden musste (was sonst laut Zeitzeugen im Falle McMahons nur bei Autounfällen nötig gewesen wäre). Wimbledon rang den haushohen Favoriten anschließend tatsächlich nieder, Jones feierte den größten Erfolg seiner Fußballerkarriere.

Der Kronjuwelen-Griff
Der Griff in die Kronjuwelen von Newcastles Jungstar Paul Gascoigne machte »die Axt« 1988 weltberühmtberüchtigt. Jahre später, Gascoigne war längst dem Alkohol verfallen, präsentierte sein Gegenspieler von einst ein ausgetüfteltes Entgiftungsprogramm: »Ich würde ihn kidnappen und auf eine einsame Insel bringen, wo der dann sein Abendessen jagen und selber erlegen müsste – so etwas reinigt Körper und Geist.«




Der erste Tag in Leeds
1989 sicherte sich Leeds United die Dienste der personifizierten Fluggrätsche. Und der bestätigte seinen Ruf als Bösewicht gleich am ersten Tag: Weil sich Mitspieler Bobby Davison erdreistet hatte, Pässe in den Fuß zu verlangen, tapezierte ihm Jones kurzerhand das Esszimmer neu.

Die Stammplatz-Flinte
So spektakulär der walisische Nationalspieler Leeds seine Aufwartung machte, so atemberaubend verlief auch sein Abschied. Auf einer seiner letzten Auswärtsfahrten für den Traditionsklub marschierte Jones kurz vor dem Ziel Richtung Beifahrersitz des Mannschaftsbusses und richtete seine Jagdflinte auf den verdutzten Trainer Howard Wilkinson. Völlige Stille im Bus. Bis Jones seinen Coach fragte: »Trainer, stehe ich nachher in der Startelf?« Wilkinson antwortete: »Du wirst lachen: Ja, du spielst.« Jones stand tatsächlich auf dem Platz – und spielte anschließend nie wieder für Leeds.

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