Real-Atletico: Spektaktel oder Ballgeschiebe?

Prognose: Hoffnung

Auf das rein deutsche folgt das rein spanische Finale: Real Madrid und Atletico Madrid spielen am Samstag den Champions-League-Sieger aus. Beide Teams haben ihre Stärken im Konterspiel. Wer kann die gegnerische Defensive überlisten? Die 11FREUNDE-Taktikvorschau.

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Ganz Madrid steht Kopf: Zum ersten Mal in der Geschichte des Landesmeister-Pokals stehen sich zwei Klubs aus derselben Stadt im Finale gegenüber. Bereits mehrmals trafen beide Teams in dieser Saison aufeinander. In der Liga gab es ein Unentschieden und einen knappen Sieg für Atletico, im Pokal jedoch konnte sich Real ganz klar durchsetzen.

Schnelles Umschaltspiel

Beide Teams überzeugen vor allem mit ihrer starken Defensive und ihrem schnellen Konterspiel. Atletico dürfte als Außenseiter ins Finale gehen und den Königlichen zunächst den Ballbesitz überlassen. Das Team von Diego Simeone setzt in diesem Jahr auf ein Drei-Phasen-Pressing: Es attackiert den Gegner in der vordersten Linie, zieht sich aber schnell an die Mittellinie zurück, wenn es den Ball nicht erhält. Dort starten die Atletico-Spieler ihre zweite Pressingattacke, um sich daraufhin an den eigenen Strafraum zurückfallen zu lassen. Praktisch immer stehen acht Feldspieler hinter dem Ball, meistens sogar alle zehn.

Atletico versucht, das Spiel des Gegners auf die Flügel zu lenken und dort Zugriff zu erlangen. Real Madrid wird aufpassen müssen, dass sie auf diese Pressingfallen nicht hereinfallen. Das Team von Carlo Ancelotti kann hier jedoch zwei gute Argumente ins Feld führen: Zum einen Luka Modric, der als Spielmacher diese Saison in die absolute Weltklasse aufstieg. Auch wenn Real durch das Zentrum spielt und Atletico sich eng zusammenzieht, kann Modric den Ball halten und weiterleiten.

Das enge Zentrum von Atletico

Zum anderen kann Real auf den Flügeln genug Qualität aufbieten, um sich auch aus aussichtslosen Situationen spielerisch zu befreien. Cristiano Ronaldo dürfte zwar in enge Deckung genommen werden, ist aber immer für einen Fernschuss oder ein Dribbling gut. Auf der anderen Seite gilt natürlich dasselbe für Gareth Bale. Ancelotti könnte im Zweifelsfall auch Angel di Maria oder Isco auf dem Flügel spielen lassen und diese stärker einrückend agieren lassen, um das enge Zentrum Atleticos zu knacken.

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