»Raacks Resterampe« – der 11FREUNDE-Flohmarkt (2)

Teddy, der Bär

In einer neuen Serie versucht 11FREUNDE-Redakteur Alex Raack auf perfide Art und Weise, sein privates Hobby mit seinem Beruf zu verknüpfen – und stellt den kuriosesten Fußball-Sammlerschrott des Internets vor. Heute: Ein Hamburger Meister-Teddy.

Der HSV hat schon mal bessere Zeiten erlebt. Wer sich erst seit ein paar Jahren für die Bundesliga interessiert, dürfte die Hamburger für eine potenzielle Fahrstuhlmannschaft halten, wir anderen wissen natürlich: Die Norddeutschen waren mal eine richtig große Nummer im deutschen Fußball. Zum Beispiel in der Saison 1978/79. Da bewies der HSV ein heute kaum vorstellbares Händchen in Sachen Transfers und kaufte sich auf einen Streich Horst Hrubesch (RW Essen), Jimmy Hartwig (1860 München) und Bernd Wehmeyer (Hannover 96). Der Rest ist Geschichte, 1979 wurde der HSV Meister, das Trio Hrubesch/Hartwig/Wehmeyer sicherte sich seinen Platz in der Geschichte des ruhmreichen Traditionsvereins.

Stand Preetz Modell?

Warum ich das erzähle? Weil das Fundstück der Woche diesmal aus Hamburg kommt. Besser gesagt aus Finte in der Lüneburger Heide. Dort wohnt der oder die Verkäufer/in dieses Teddybärs. Ein komisches Vieh, in vielerlei Hinsicht. Der Bär ist braun und weiß, Farben, die eher an einen anderen Hamburger Verein erinnern. Er schielt auf dem rechten Auge, aber so was von. Man könnte meinen, ein Hertha-Manager hätte dem Bären bei der Herstellung Modell gestanden. Und dann trägt der Teddy eine Schärpe. Schärpen sind seit etwa 1979 ziemlich out in Deutschland, nur Burschenschaftler und Schönheitsköniginnen tragen noch Schärpe – jeweils eine Spezies Mensch, die man nicht ganz ernst nehmen kann. Immerhin: Auf der Schärpe steht nicht »Mister Plüsch 1979« oder »Germania Plüschtieria« sondern »Deutscher Meister 1979«. Weiße Schrift auf blauem Grund. Das sieht mir eher nach HSV aus.



(Quelle: Ebay)

Und jetzt das absolute Highlight: Dieses knuddelige Sammlerstück ist satte 93 Zentimeter groß! Also fast so groß wie Lumpi Spörl. Was für ein Blickfang in jedem Wohnzimmer. Darf ich vorstellen: Meine Frau, meine Kinder, mein nigelnagelneuer Flachbildfernseher. Und mein HSV-Meisterteddy von 1979. Ich stelle mir das beeindruckend vor. Selbst als Werder-Fan.

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