Protestplakate im Wandel der Zeit

Bayern-Stier und Monster-Puff

Fanproteste sind keine Erfindung der Ultras, aber sie wurden durch sie intensiviert. Über die Jahre haben sich Form und Inhalt der Protestbanner verändert. Wir blicken zurück auf eine über 40-jährige Geschichte des Aufbegehrens. Protestplakate im Wandel der Zeit

Am 14. und 15. Januar findet in Berlin der Fankongress 2012 statt. Der Grundgedanke lautet: »Wie schaut der Fußball in der Zukunft aus und welche Rolle spielen die Fans dabei?« Am Samstag und Sonntag wird es Podiumsdiskussionen und Workshops zu Themen wie 50+1, Pyrotechnik, Anstoßzeiten, Selbstbestimmung in der Kurve, soziale Verantwortung, Eintrittspreise etc. geben. Diskussionsteilnehmer sind u.a. Martin Kind (Präsident von Hannover 96), Jonas Gabler (Autor von »Die Ultras«), Dirk Grosse (Sky Deutschland AG), Holger Hieronymus (Geschäftsführer DFL), Hendrik Große Lefert (Sicherheitsbeauftragter DFB) oder Kevin Miles (Football Supporters Federation). Weitere Infos findet ihr auf www.fankongress-2012.de.

Im Laufe dieser Woche lest hier auf der 11FREUNDE-Homepage Interviews und Berichte zum Thema Fankultur. Ihr findet alle Berichte gesammelt unter www.11freunde.de/fans. Der folgende Bildergalerie wurde erstmals im November 2011 veröffentlicht.


Nicht alle Banner, die an Zäunen vor den Fankurven hängen, huldigen dem eigenen Verein. Manche kritisieren die Leistung der Mannschaft oder fordern den Rauswurf des Trainers, andere beschäftigen sich mit fan- oder auch allgemeinpolitischen Themen.

Transparente in den sechziger und siebziger Jahren bezogen sich überwiegend auf die Leistung der eigenen Mannschaft, beliebt vor allem der Gruß an den Meister oder den neuen Superstransfer (z.B.:  »Sindelfingen grüßt den Meister«, »Hamburg grüßt Franz Beckenbauer«). Protestplakate sah man hingegen selten. Erst durch die Ultras fanden Themen den Weg in die Kurven, die sich kritisch mit Vereinspolitik oder der Kommerzialisierung des Fußballs auseinandersetzten.


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