Premier-League-Stadien an Hobbykicker zu vermieten

»Die Greenkeeper sind nicht begeistert«

Den Ball einmal im Stadion des Lieblinsvereins in den Winkel zirkeln! Das ist der feuchte Traum jedes jugendlichen Fußballspielers. Weil es mit der großen Karriere selten klappt, schafft eine englische Firma Abhilfe. Wir sprachen mit dem Manager. Premier-League-Stadien an Hobbykicker zu vermietenFootball CV

Graham Starmer, über Ihre Firma »Football CV« ist es für Jedermann möglich, in einem großen Stadion der Premier League Fußball zu spielen. Was muss ich dafür tun?
Graham Starmer: Wenn Sie zwischen fünf und 29 Jahre alt sind, können Sie sich über »Football CV« für ein Trainingscamp anmelden. Wir bieten das über das ganze Jahr an, aber in der Sommerpause veranstalten wir diese Trainingseinheiten in den Stadien der großen Klubs. Das läuft alles sehr professionell ab: Man zieht sich in den Kabinen der Profis um, benutzt deren Bälle und es gibt sogar Balljungen und Schiedsrichter. Zuschauer können auf den Rängen Platz nehmen. Die Spieler werden von professionellen Scouts beobachtet und mit etwas Glück winkt sogar einen Profivertrag.

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Ich befürchte, dass mein Talent dafür nicht ganz ausreichen wird.
Graham Starmer: Dann gibt es noch eine andere Möglichkeit: Über unsere Zweigfirma »Corporate Football« kann wirklich jeder, völlig unabhängig von Alter und Talent, während der Sommerpause ein Spiel in einer großen Arena bestreiten. Sie suchen sich auf der Homepage einfach ein Spiel aus, wählen ihre gewünschte Position und schon kann es losgehen. Diese Möglichkeit wird sehr gerne von Firmen- oder Thekenmannschaften genutzt. Die Redaktion der »Financial Times« kann man mittlerweile als Stammgast bezeichnen.

In welchen Stadien bieten Sie dieses Angebot an?
Graham Starmer: Wir haben die ganze Palette im Angebot: Arsenal, Birmingham, Liverpool, Manchester United, Newcastle und West Ham sind nur einige Beispiele. Zuletzt waren wir in der Stamford Bridge in Chelsea.

Was muss man für eine solche Erfahrung denn investieren?
Graham Starmer: Das hängt völlig davon ab, in welchem Stadion Sie wie lange spielen wollen. Wir bieten 30- und 60-minütige Partien an. In Leicester beträgt der durchschnittliche Preis ungefähr 50 Pfund (ca. 55 Euro, d. Red.). Eine halbe Stunde in der Stamford Bridge kostet dagegen bis zu 200 Pfund (ca. 221 Euro) pro Person.

Sie müssen der Albtraum eines jeden Greenkeepers sein. Wie haben Sie es geschafft, dass die Vereine da mitspielen?
Graham Starmer: Die Greenkeeper sind nicht besonders begeistert und es war auch wirklich schwierig, Manchester United und Liverpool zu überzeugen. Aber wir haben uns in den letzten zehn Jahren auf dem Markt etabliert und pflegen gute Kontakte zu den Klubs. Außerdem geben wir jungen Spielern ja die Chance, entdeckt zu werden. Das finden alle Vereine gut.

In Deutschland scheint das unvorstellbar.
Graham Starmer: Ich bin mir sicher, dass solche Angebote in jedem Land funktionieren würden. Ab und zu sind wir auch außerhalb Großbritanniens aktiv, wie zum Beispiel bei Ajax Amsterdam. Aber es wäre doch fantastisch, wenn man die Allianz-Arena in München mieten könnte. Ein wunderschönes Stadion. Wenn sich Interessenten aus Deutschland melden, dann geben Sie ihnen doch meine Kontaktdaten.

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Mehr Infos: 
http://www.corporatefootball.com/corporate/football/whatweoffer.asp
http://www.footballcv.com/football/default/index.asp

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