Pander, Thurk und weitere todsichere Gegentor-Tipps

Wer bezwingt Manuel Neuer?

Die Bayern sind seit 748 Minuten ohne Gegentor – kann überhaupt noch jemand Manuel Neuer überwinden? Und ob, wir kennen sogar den Schützen und das Datum. Die todsicheren Tipps aus der 11FREUNDE-Redaktion. Pander, Thurk und weitere todsichere Gegentor-Tipps

Ron Ulrich tippt: Christian Pander


23. Oktober. 17.32 Uhr:Keine zwei Minuten gespielt, da gibt Schiedsrichter Manuel Gräfe einen Freistoß 30 Meter vor dem Bayern-Tor. Ausgerechnet Schlaudraff, der Ex-Bayern-Spieler, läuft über den Ball, ausgerechnet Cherundolo, der für die US-amerikanische Nationalmannschaft spielt, die ja vom Ex-Trainer der Bayern, Jürgen Klinsmann, trainiert wird, legt ausgerechnet auf Christian Pander, der mit Neuer bei Schalke gespielt hat. Pander trifft und läuft ausgerechnet zu Mirko Slomka, der Neuer groß gemacht hat. Solche Geschichten schreibt nur die Bundesliga. Ausgerechnet die Bundesliga, die ja von den Bayern dominiert wird.

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Marius Gutowski tippt: Stefan Leitl

26. Oktober. 21:01 Uhr. DFB-Pokal, 2.Runde: Das bayrische Urgestein ist gegen seinen Ex-Klub (1996-1998, Bundesligaeinsätze: 0) besonders motiviert. Im Mittelfeld erobert sich der Ingolstädter Leitl den Ball, geht an Kroos vorbei und blickt Richtung Tor. Er wird doch nicht? Nein. Noch nicht. Erst lässt er David Alaba mit einem dreifachen Rittberger aussteigen, dass dem österreichischen Nationalspieler die Sinne schwinden. Ein einfacher Doppelpass mit Caiuby und Leitl steht an der Strafraumkante. Er holt noch einmal tief Luft, das Adrenalin schießt in ihm hoch. Danke für nichts.

In seinem Jetzt-oder-nie-Moment drischt der in die Jahre gekommene Stürmer den Ball mit der Picke Richtung Manuel Neuer. Die Kugel fliegt durch die Steve-Urkel-Hosenträger von Jerome Boateng, der den Ball »unglücklich abfälscht« (O-Ton: Béla Réhty). Fast schon beschämt trudelt die Murmel neben den linken Pfosten ins Tor, schuldlos ist Manuel Neuer nicht. Am Ende soll es nichts nutzen. Die aufopferungsvoll kämpfenden Ingolstädter verlieren in München mit 1:6.

Erik Peter tippt: Alexander Esswein

29. Oktober 2011. 16.34 Uhr: Im Heimspiel gegen Nürnberg steht es nach 45 Minuten 3:0. Jupp Heynckes ist gelangweilt und verzichtet auf eine Halbzeitansprache. Ohne ein motivierendes »Konzentriert weiterspielen« traben Badstuber, van Buyten und Co. aufs Feld zurück. Als Esswein auf der linken Seite an Boateng vorbei spurtet, werfen sich die Innenverteidiger noch einen amüsierten Blick zu. Den scharf Richtung Tor geflankten Ball will Badstuber zur eigenen Motivation per Fallrückzieher klären. Doch seine Fußspitze verfehlt den Ball um wenige Zentimeter, der überraschte Neuer kann nicht mehr reagieren. Es steht nur noch 3:1. Badstuber wird von Heynckes vom Platz geholt.


Tim Jürgens tippt: Michael Thurk

6. November 2011. 17.54 Uhr. 12. Spieltag. Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Eine Rangelei zwischen Hermann Gerland und Jos Luhukay an der Außenlinie. Der Niederländer hat Gerlands Ziehsohn Holger Badstuber einen »Jandoedel« genannt, weil der kurz zuvor Angreifer Sascha Mölders mit dem Finger ins Auge gepiekst hat. Bayern-Manager Christian Nerlinger versucht die Streithähne zu trennen. Andreas Rettig springt seinem Übungsleiter bei, verpasst Nerlinger eine Kopfnuss. Der Münchner Jungfunktionär taumelt und geht in die Knie. Die Bayern-Bank sieht rot.

Wie ein Wasserfall prasseln Reservespieler und Funktionsteam in der Coachingzone auf die Verbände des Gegners ein. Es ist nicht genau zu erkennen, wer Jupp Heynckes die Ohrmuschel verdreht. Auf dem Platz hat Schiedsrichter Wolfgang Stark offenbar als Einziger von dem Chaos am Spielfeldrand nichts bemerkt. Während die Bayern-Defensive halb geschockt, halb amüsiert auf die Vorgänge am Rand starrt, drischt Simon Jentzsch den Ball in den Strafraum der Roten. Michael Thurk, der wegen der langen Verletztenliste der Augsburger vom Vorstand begnadigt wurde, steht im Fünf-Meterraum und erzählt Manuel Neuer und Jerome Boateng gerade seine neuesten Herrenwitze. Als die Gruppe auflacht, schlägt Jentzschs Abschlag im Strafraum ein, titscht auf Thurks Schädel und von dort aus in die Maschen. Augsburg hat den Anschluss geschafft. Endlich. 1:4.

Benjamin Kuhlhoff tippt: Kevin Großkreutz

19. November 2011. 18.31 Uhr. Das tut weh. Das seit Wochen zum Titelduell hochgehypte Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München hat bereits nach einer Minute seinen schmerzvollen Höhepunkt erreicht. Während sich Bayern-Keeper Manuel Neuer mit großen Sauna-Handtüchern vor den Wurfgeschossen der eigenen Fans – der harte Kern möchte Neuer trotz Megarekord immer noch nicht ins Herz schließen – schützen. Sein Fehler: Kurz vor dem Anpfiff hat er zur Selbstmotivation in die Hände geklatscht, für die Bayern-Ultras ein Verstoß gegen die nochmals verschärften Verhaltensregeln für den Feind im Tor.

Neuer traut sich dennoch hinter sein Gehäuse und legt ein paar alte Handtücher auf das Tornetz. Aufgrund des gellenden Pfeifkonzerts – Neuer hat soeben den vorgeschriebenen Kurven-Mindestabstand um 12 Zentimeter übertreten – verpasst Deutschlands Nummer 1 den Anpfiff von Schiedsrichter Babak Rafati. Ur-Borusse Kevin Großkreutz schaltet am schnellsten und löffelt den Ball vom Anstoßpunkt weg traumhaft in das verwaiste Bayern-Tor. Ein Paukenschlag. Doch damit nicht genug: Neuer verfängt sich beim Versuch, schnell in sein Tor zu hasten, im Netz und schlägt mit dem Kopf auf eine Hintertorkamera des Bezahlsenders Sky. Aus seine Platzwunde läuft Blut. Es ist Königsblau.

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