Ortsbesuch: Michael Ballack stellt eigene Sauna vor

Nicht schwitzig

Michael Ballack hat seine Karriere vor einigen Wochen beendet. Nun hat der Capitano Zeit, sich anderen angenehmen Dingen zu widmen. Zum Beispiel seiner Leidenschaft für Wellness. In Schwäbisch Hall stellte er eine Sauna vor, die unter seinem Namen vertrieben wird. Ein Ortsbesuch.

Christoph Erbelding

Michael Ballack ist da. Und der Blick gilt seinem neuen Baby. Es ist ein Blick eines Kenners, in etwa so, als hätte ein Autoliebhaber die besten Teile aus Lamborghini, Ferrari und Porsche zusammengetragen und zu einer Monsterkarre modelieren lassen. Das Ergebnis soll nun feierlich in Empfang genommen werden. Die Presse ist da, weil Ballack da ist. Der Ex-Capitano lächelt, verschränkt die Hände staatsmännisch hinter dem Rücken und nickt. »Schön, hier zu sein. Schön, das Ganze zu sehen.« Michael Ballack spricht über eine Sauna. Eine Sauna, die fortan seinen Namen trägt.

Schwäbisch Hall an einem kühlen Morgen. Das Städtchen im Ländle hat knapp 40.000 Einwohner und schöne Ecken im Zentrum. Im Westen gibt es Tankstellen, Fitness-Studios, Baustellen. Industrieromantik. Und es gibt die Erich-Klafs-Straße. Sie ist benannt nach dem Erfinder des Weltmarktführers im Bereich Sauna, Wellness und Spa. Ein erfolgreicher Mittelständler. Mehrere Niederlassungen weltweit, über 700 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz bewegt sich an der 90-Millionen-Euro-Grenze. Ein Teil davon geht wohl demnächst auf das Konto von Michael Ballack.

Ballack sitzt in einer Saune und schwitzt

An diesem Morgen herrscht in der Klafs-Zentrale herrscht große Aufregung. Alles soll perfekt vorbereitet sein, wenn der Capitano kommt. Zwanzig Minuten zu spät betritt er schließlich den Ausstellungsraum. Fortan füllen zwei Ballacks den Raum aus. Der eine sitzt in einer Saune und schwitzt. Ein Tropfen geht zu Boden, er schnappt sich ein Handtuch, dann verschwindet er. Das war's. Das ist der Werbespot der neuen Kampagne. Er läuft in Dauerschleife auf dem Flatscreen.

Der Ballack in Natura schwitzt nicht. Er wirkt entspannt und sagt brav: »Saunieren war für mich immer wichtig, um sportliche Höchstleistungen zu bringen.« Ballack hat seine Karriere unlängst beendet, mit 36. Nun kümmert er sich vermehrt um andere Dingen. Zeit genug ist ja jetzt. Dass er nun für eine Sauna werben dürfe, sei eine gute Sache. »Damit kann ich mich richtig identifizieren«, sagt er, weil er noch immer ein Profi ist. Sauna und Ballack, das passt wie der Kleinwagen zu Jürgen Klopp, die Schmerzmittel zu Oliver Kahn oder Chips zu Bastian Schweinsteiger. Denn als Fußballer kann man wirklich für alles Werbung machen. Außer vielleicht für Kondome.

Als Stefan Schöllhammer, der Firmenchef, schließlich das Wort ergreift, lauscht der frühere Nationalspieler geduldig dem Fachmann. Man kann ja schießlich noch was lernen. Die »Sauna Edition Michael Ballack« habe einen besonders großen Aufguss, das habe Ballack so befürwortet. »Der Dampf soll schließlich nicht zu schnell ausgehen.« Außerdem bestehe die Sauna aus Ballacks Lieblingsholz, jenem der kanadischen Hemlock-Tanne. Eine Information, die so auch noch nicht bekannt war.

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