Österreich-Deutschland: Die Nationalspieler in der Einzelkritik

Modus »Praktikant«

Puh, mit einem 2:1-Sieg bewahrt die Mannschaft von Joachim Löw ihre fast schon beängstigend weiße Weste in der Qualifikation. Doch wie haben sich die einzelnen Nationalspieler in der Radetzki-Hölle von Wien geschlagen? Die Einzelkritik.

Die Defensive

Manuel Neuer
Im Grunde war das Spiel gegen Österreich ein Spiegelbild für die Aufs und Abs in Neuers Spiel. Mal dödelt er einen Abstoß in Beine des Gegners, mal rettet er der Mannschaft mit bärenstarken Paraden den Allerwertesten. Sein Vorteil diesmal: Aufgrund der fast schon slapstickhaften Aussetzer seiner Vorderleute konnte Neuer sich zumindest in Hälfte eins fast im Minutentakt auszeichnen. Beim Tor machtlos, ansonsten guter Auftritt.

Philipp Lahm
Der Kapitän wirkte seltsam fahrig. Abspielfehler, Stellungsfehler, nur bei den anschließenden Interviews in der Mixed-Zone zeigte Lahm seine wahre Stärke und wehrte jede Form der Kritik galant ab. Wüssten wir nicht, dass Lahm noch immer zu den Top-Ten-Außenverteidigern der Welt zählt, würden wir uns Sorgen machen. So sagen wir: Mund abputzen, weitermachen.

Mats Hummels
Scheint mittlerweile gesetzt in Löws Abwehr. Wirkt an guten Tagen unüberwindbar, an schlechten leider oft wie ein Germanistik-Student beim Profifußball-Praktikum. Gestern tendierte er eher zum Modus »Praktikant« mit einem Hang zum Fehlpass.

Holger Badstuber
Rettete mit seiner Grätsche in der Anfangsphase seine Mannschaft vor einem Tiefschlag, leistete sich danach aber ein paar Böcke in seiner hochgelobten Spieleröffnung. Ein eher unauffälliger Auftritt, was für einen Innenverteidiger in so einem Spiel durchaus als Lob gesehen werden kann.

Marcel Schmelzer
Immer wenn Philipp Lahm die Seiten wechselt, entsteht auf der anderen Seite ein Problem. Dieses Problem hieß diesmal leider Marcel Schmelzer. Würde von Arnautovic phasenweise am Nasenring über die Außenlinie geführt. Manchmal stellt man sich schon die Frage, was Jürgen Klopp mit seinen Spielern anstellt, dass sie in der Nationalmannschaft immer wieder solche Probleme haben. Schieben wir es im Fall von Schmelzer einfach mal auf die Unerfahrenheit. Vielleicht hat er auch die Hymne nicht richtig mitgesungen. Oder wir sehen es mal positiv: Da ist noch viel Luft nach oben.

Sami Khedira
Der unumstrittene Anführer. Wenn man ihn sieht, denkt nicht nur Mehmet Scholl automatisch an »Körpersprache«. Mal wieder bester Mann auf dem Platz.

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