Nützliches Wissen zu BATE Baryssau

Werden Sie Weißrusse! Jetzt!

Wer ist Henads Blisnjuk? Wie kann man eine weißrussische Staatsbürgerschaft gewinnen? Und warum hat Alexnader Lukaschenko noch nie ein Spiel von BATE Baryssau besucht? Die wichtigsten Fakten zu Bayerns Champions-League-Gegner.

Trainer
Viktor Hantscharenka musste nach einem Kreuzbandriss im Alter von 25 Jahren seine aktive Fußballkarriere beenden. Er machte prompt seinen Trainerschein und begann 2007 seine Tätigkeit bei BATE Baryssau. Beim Spiel am 17. September 2008 gegen Real Madrid war er mit 31 Jahren und drei Monaten der jüngste Trainer, der jemals eine Mannschaft in der Champions League betreut hat.
 
Bekanntes Gesicht
Vor der Saison 2012/13 wechselte der ehemalige Bundesligaspieler Aleksandr Hleb von Krylja Sowetow Samara zu BATE Baryssau. Hleb, der sechsmal Weißrusslands Fußballer des Jahres wurde, spielte schon zwischen 1999 und 2002 für die Weißrussen. Nach dem Gewinn der Meisterschaft ging er für 300.000 Mark nach Stuttgart. Eine Rückkehr nach Deutschland schließt er momentan nicht aus – sein Vertrag bei BATE endet im Winter.
 
Legende I
Henads Blisnjuk ist der Gerd Müller von Baryssau. Zumindest auf Ligaebene. Zwischen 2005 und 2008 schoss er in 82 Spielen 50 Tore für den Klub. Danach wechselte er zum FSV Frankfurt, dort allerdings gelang ihm nicht mehr viel (10 Spiele, ein Tor). Heute kickt er für Belschyna Babrujsk.
 
Legende II
Wital Kutusau begann seine Karriere bei BATE Baryssau. In 99 Spielen gelangen ihm 55 Tore. 2001 verließ er BATE und begab sich auf eine Odyssee durch Westeuropa. Seine Vereine in den nächsten Jahren: AC Mailand, Sporting Lissabon, US Avellino, Sampdoria Genua, FC Parma, Pisa Calcio. Seit 2009 spielt der für den AS Bari.
 
Legende III
Internationale Berühmtheit erlangte Mateja Kezman. Der Serbe ging für den PSV Eindhoven, Fenerbahce Istanbul, den FC Chelsea oder Atletico Madrid auf Torejagd, ehe er im Jahr 2011 zu BATE Baryssau wechselte. Dort machte er allerdings nur sechs Liga- und fünf Champions-League-Spiele (ein Tor). Anfang 2012 beendete er seine Karriere.

Erfolge
Seit 2006 wurde BATE Baryssau sechsmal in Folge Meister der Wyschejschaja Liha. International sind die Erfolge allerdings überschaubar. Dreimal qualifizierte sich BATE für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren. Dort gelangen mit einem 2:2 gegen Juventus Turin (2008/09) und einem 1:1 gegen AC Mailand (2011/12) immerhin Achtungserfolge. In der Europa League erreichte man 2010/11 das Sechzehntelfinale.
 
Stadion
Das Haradski Stadium hat ein Fassungsvermögen von 5402 Plätzen. BATE weicht deswegen für internationale Spiele in das 100 Kilometer entfernte Dinamo-Stadion von Minsk aus. Das bietet 40.000 Zuschauern Platz.
 
Form
BATE Baryssau ist in der aktuellen Saison seit 16 Ligasielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage setzte es am 1. Juli gegen Dinamo Minsk. Das erste Spiel in der CL-Gruppenphase gewann BATE Baryssau mit 3:1 beim OSC  Lille. Für den Angeber-Stammtisch heute Abend merken Sie sich doch einfach die Namen der Torschützen: Volodko, Rodionov, Olekhnovich.
 
Bekanntheit
BATE Baryssau ist selbst in Weißrussland alles andere als ein Zuschauermagnet. Staatspräsident Alexander Lukaschenko sagte kürzlich, dass er noch nie bei einem Spiel von BATE war, er geht lieber zum Eishockey. Die Bayern äußerten sich am Montag zum Gegner. Toni Kroos gab zu, dass er BATE »nicht so gut« kenne. Karl-Heinz Rummenigge sagte, er sei »neugierig«, denn er »war noch nie in Weißrussland«.

Geld
Seinen Erfolg verdankt der Klub vor allem Anatoli Kapski, Präsident und Besitzer von BATE. Seine Firma heißt Baryssau Automobil- und Traktor-Elektronik (BATE). Im Gegensatz zu anderen Oligarchen setzt Kapski beinahe ausschließlich auf die eigene Jugend oder einheimischen Profis. Im Kader stehen momentan nur vier Ausländer (zwei Brasilianer, ein Serbe und ein Armenier)...

Trophäen
...wobei der Brasilianer Renan Bardini Bressan seit 2010 auch einen weißrussischen Pass besitzt. Als damals in Weißrussland die »Fußballer des Jahres« gekürt wurden, regnete es besonders ausgefallene Preise. Der beste Hallenfußballer erhielt ein neues Fahrrad, der beste Trainer ein Flugticket. Der beste Feldspieler, eben jener Bressan aus dem brasilianischen Tubarão, bekam die weißrussische Staatsbürgerschaft überreicht. Er hat seitdem drei Länderspiele für Weißrussland gemacht.

Fans
Zu guter Letzt noch zur bangen Frage einiger Bayern-Fans: Müssen wir uns vor marodierenden Hoolligans in Acht nehmen? Wir haben dieses Bild der BATE-Ultras gefunden. Und wir sind uns sicher: Denen war einfach nur verdammt heiß.

Foto: Youtube

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