Neue Sitzordnung beim FC Bayern

Uli auf der Bank

Über den Platz von Uli Hoeneß im neuen Klinsmann-Kosmos wurde bereits viel spekuliert. Erst hieß es, er werde sich auf die Ränge zurückziehen. Nun hat der neue Bayern-Trainer selbst einen Vorschlag. Neue Sitzordnung beim FC BayernImago Knapp vier Wochen vor dem Bundesliga-Start erlebt der FC Bayern tiefenentspannte Tage. Die Ära Jürgen Klinsmann ist störungsfrei angelaufen, auch alle EM-Spieler sind bis auf Franck Ribéry (noch sechs Wochen Reha) wohlbehalten aus den Ferien zurückgekehrt, und Manager Uli Hoeneß sagt im Zustand bester innerer Balance: »Alles läuft reibungslos, ich bin sehr zufrieden.« Über seinen eigenen Platz im neuen Klinsmann-Kosmos war viel spekuliert worden in den vergangenen Monaten. Kurz vor seinem 30. Dienstjubiläum, hieß es, werde sich Hoeneß womöglich auf die ruhigen Ränge der Ehrentribüne zurückziehen und nicht mehr - wie bei allen Trainern seit drei Dekaden, von Csernai bis Hitzfeld - auf der Bank mitfiebern. Das Gegenteil stimmt: Hoeneß wird auch Klinsmanns Sitznachbar. Der neue Bayern-Trainer selbst machte dem Manager den entsprechenden Antrag - und der nahm dankend an: »Uli ist mein Chef, aber auch mein Ratgeber«, sagt Klinsmann, »das sind 30 Jahre Erfahrung neben mir, es wäre ja dumm, darauf zu verzichten. Darum habe ich ihn gebeten, sich weiter auf die Bank zu setzen.«

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Hoeneß hat sich über Klinsmanns Vorstoß »sehr gefreut«, denn die emotionale und räumliche Nähe zur Mannschaft war stets ein kräftiges Symbol seiner Art der Berufsausübung. Und dafür nimmt es der Manager auch in Zukunft gerne in Kauf, auf Höhe der Grasnarbe eine deutlich schlechtere Sicht zu haben als oben auf den Logenplätzen.

Podolski beendet Gerüchte

Ins Münchner Harmoniebild passte am Montag die erste Pressekonferenz von Lukas Podolski nach seinem EM-Urlaub. Der Nationalstürmer beendete definitiv alle Wechselgerüchte. »Es gab ein gutes Gespräch mit Jürgen Klinsmann, jetzt konzentriere ich mich voll auf die neue Saison«, versicherte Podolski. Nach zwei durchwachsenen Jahren an der Isar hatte Podolski eine Luftveränderung in Erwägung gezogen, speziell beim 1. FC Köln hoffte man auf die Rückkehr des verlorenen Prinz Poldi: »Ich habe hier wenig gespielt, da ist es logisch dass man sich Gedanken macht«, sagt Podolski.

Die Bayern-Verantwortlichen jedoch pochen auf die Erfüllung seines bis 2010 laufenden Vertrags, zumal ihr Werben um Nationalstürmer Mario Gomez (VfB Stuttgart) in diesem Sommer wohl vergeblich ist. »Wir haben mit Lukas noch viel vor, er ist einer von drei Topstürmern, die wir brauchen«, betont Trainer Klinsmann. Podolskis Heimweh hat derweil auch aus privaten Gründen nachgelassen: »Ich habe mich nicht richtig wohlgefühlt in München«, sagt der 23-Jährige, »durch die Geburt meines Sohnes ist das aber viel besser geworden.«



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